Filme
Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat
von José García am 22/01/2009 - 08:18.
Der deutsche Widerstand gegen das Hitler-Regime musste nicht nur dagegen ankämpfen, in einer vollständig gleichgeschalteten Gesellschaft Gleichgesinnte zu finden und unter Lebensgefahr seine Untergrund-Aktivitäten zu koordinieren. Darüber hinaus sah er sich mit der Schwierigkeit konfrontiert, im Ausland anerkannt zu werden, insbesondere seitdem im Januar 1943 Amerikas Präsident Roosevelt und Englands Premier Churchill die bedingungslose Kapitulation Deutschlands verlangten und nicht gewillt waren, mit dem deutschen Widerstand zusammenzuarbeiten.
Zeiten des Aufruhrs
von José García am 16/01/2009 - 09:18.
Eine Party etwa Anfang der fünfziger Jahre: Die Blicke zweier junger Menschen begegnen sich. Der Student Frank Wheeler (Leonardo DiCaprio) und die lebensfrohe Schauspielschülerin April (Kate Winslet) kommen miteinander ins Gespräch und verlieben sich. Sie schwören sich, niemals so spießbürgerlich wie die Menschen um sie herum zu werden. Mit diesem kurzen Prolog führt Regisseur Sam Mendes in „Zeiten des Aufruhrs“ ein, die Kinoadaption von Richard Yates’(1926-1992) Roman „Revolutionary Road“ (1961).
Die Perlmutterfarbe
von José García am 08/01/2009 - 09:45.
Mit seinem Abschlussfilm für die Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) „Wer früher stirbt, ist länger tot“ (2006) gelang Marcus H. Rosenmüller ein bemerkenswerter Erfolg, der sich in mehr als 1,8 Millionen Zuschauern niederschlug. Darüber hinaus wurde der Film mit dem Bayerischen Preis für den besten Film und die beste Regie (Nachwuchs) ausgezeichnet. Rosenmüller schaffte es insbesondere, auch Erwachsenen die Sicht eines 11-Jährigen auf die Welt plausibel zu machen. „Wer früher stirbt, ist länger tot“ wurde komplett auf bayrisch gedreht, was freilich nördlich der Weißwurstgrenze für gewisse Verständnisschwierigkeiten sorgte.
Buddenbrooks
von José García am 23/12/2008 - 09:51.
Literaturverfilmungen haben es gemeinhin schwer. Sie werden von all denjenigen mit Argusaugen beobachtet, die das literarische Werk für eine Art Heiligtum halten, das durch jegliche Filmadaption entweiht werde. Wahrscheinlich zahlreicher sind allerdings die Leser, die zwar grundsätzlich einer solchen Adaption zustimmen, sich aber mit dem Ergebnis unzufrieden zeigen, wenn das eine oder andere lieb gewonnene Element aus dem literarischen Werk in der Filmfassung gänzlich weggefallen ist.
O’Horten
von José García am 19/12/2008 - 09:32.
Ein Zug nähert sich in einer verschneiten Landschaft einem Tunnel. Im Führerhaus sitzt der 67-jährige Odd Horten (Bård Owe), der nun seine vorletzte Fahrt von Oslo nach Bergen absolviert. Am nächsten Tag soll er dann in die norwegische Hauptstadt zurückfahren. Dann tritt er in den Ruhestand ein.
Tintenherz
von José García am 17/12/2008 - 09:26.
Mit ihrer „Tintenwelt“-Trilogie, die im Herbst 2007 abgeschlossen wurde, gelang Cornelia Funke ein großer internationaler Erfolg. Die Vorbereitungen für die Verfilmung des ersten, 2003 erschienenen Trilogie-Romans „Tintenherz“, begannen jedoch bereits, ehe die deutsche Autorin „Tintenblut“ und „Tintentod“ veröffentlicht hatte. Als Co-Produzentin des in Hollywood produzierten Filmes überwachte Cornelia Funke selbst das gesamte Filmprojekt.
Vicky Cristina Barcelona
von José García am 08/12/2008 - 09:32.
Woody Allen-Fans lassen sich einteilen in Anhänger seiner Filmwerke aus den siebziger Jahren und Bewunderer seiner achtziger Jahre-Filme. Schwerlich lässt sich jemand finden, der Allens Produktionen aus der Zeit „nach Mia Farrow“, also ab 1992, in ihrer Gesamtheit bevorzugt. Mit gutem Grund: Hatte Woody Allen insbesondere mit „Der Stadtneurotiker“ (1977) den Nerv des Zeitgeistes zielsicher getroffen, hatte der Regie-Altmeister vor allem mit „Verbrechen und andere Kleinigkeiten“ (1989) endlich die existentiellen Sujets behandelt, die er in diesem Jahrzehnt offensichtlich anstrebte, so mischen seine Filme seitdem immer wieder dieselben Zutaten.
Geliebte Clara
von José García am 05/12/2008 - 08:09.
Clara Schumann war laut Ingrid Bodsch, Direktorin des StadtMuseums Bonn und Projektleiterin des Schumann-Netzwerks, „die größte Pianistin ihrer Zeit“. Heute ist Clara Schumann zwar vor allem als Komponistin bekannt, zu ihrer Zeit trat sie aber insbesondere als Interpretin der Werke ihres Mannes Robert Schumann auf, wodurch sie wiederum in besonderem Maße zu dessen internationalem Ruhm beitrug.
Paris, Paris – Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
von José García am 01/12/2008 - 16:53.
Dem französischen Drehbuchautor und Regisseur Christophe Barratier gelang gleich mit seinem Langspielfilmdebüt „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (2004) ein internationaler Erfolg. Trotz seiner wenig originellen Handlung mitsamt Klischees vom bösen Schuldirektor und gutem Lehrer mit „unkonventionellen“ Methoden, überzeugten der feine Witz, die märchenhafte Atmosphäre und die ansprechende Musik. Mit sieben Millionen Zuschauern führte „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ die französische Kinoliste des Jahres 2004 an. Darüber hinaus wurde Barratiers Film für den Oscar als „Bester nicht-englischsprachiger Film“ nominiert.
Der Mann, der niemals lebte
von José García am 28/11/2008 - 10:37.
Die Angst vor dem islamistischen Terror bildet die Folie, auf der Ridley Scott seinen Film „Der Mann, der niemals lebte“ („Body of Lies“) entfaltet. Das Drehbuch verfasste William Monahan auf der Grundlage des gleichnamigen Bestsellers von „Washington Post“-Herausgeber David Ignatius, der zehn Jahre lang beim „Wall Street Journal“ als Reporter für die Tätigkeiten der CIA im Mittleren Osten zuständig war.
