Orientierung, Werte, Religion, Bildungsthemen, Mädchen, Jungen
Die notwendige Erneuerung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft
von Patricia Haun am 17/07/2008 - 08:11.
Vielleicht das schwierigste gesellschaftspolitische Thema unserer Zeit hatte sich die Tagung um Christa Meves, Kinder- und Jugendpsychologin, 100fache Buchautorin und unermüdliche Mahnerin wider den unguten Zeitgeist auf die Fahnen geschrieben: Dem Angriff auf die individuelle Verschiedenheit von Mann und Frau entgegentreten, die Entlarvung des schleichenden Gender-Mainstreaming, das zunehmend Politik und Gesellschaft beherrscht und ein Aufruf zum Widerstand gegen die zerstörerischen ideologischen Kräfte, die Familie abschaffen wollen, sind Ziele der ca. 250 Teilnehmer der Verbandstagung des Vereins Verantwortung für die Familie e. V. vom 4. – 6. Juli auf Burg Wernfels.
Psychologie des Alltags (13): Liebe oder Triebe?
von Johannes B. Torelló am 15/07/2008 - 08:31.
Das Jahr 1900 hat mit der Veröffentlichung der entscheidenden Werke dreier hervorragender Geister eine gewaltige Wende in den modernen Wissenschaften erlebt: Zwei Revolutionäre drängten nach der Zukunft, der Physiker Max Planck (Quantentheorie) und der Begründer der Phänomenologie, Edmund Husserl (Logische Untersuchungen); und ein großer Konservativer, der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud (Traumdeutung), versuchte, das wacklige Gebäude der alten Naturwissenschaften zu retten, indem er es auf die Struktur der menschlichen Seele anwandte.
Kinder wollen ihre Welt selbst erobern
von Dr. Albert Wunsch am 14/07/2008 - 08:11.
Aus Angst vor Unfällen und schweren Konflikten räumen Eltern oft ihren Kindern alle Schwierigkeiten und Mühen aus dem Weg. Die Folgen für die verwöhnten und überbehüteten Kinder können gravierend sein. Wenn es regnet, ist es besonders schlimm. Es gibt dann morgens um acht Uhr kein Durchkommen vor den Grundschulen. Ob Feuerwehrzufahrt oder nur die Einfahrt der Anwohner: Die Eltern kennen kein Pardon, wenn es darum geht, den Nachwuchs möglichst nah ans Gebäude zu fahren.
Psychologie des Alltags (12): Phantasie
von Johannes B. Torelló am 10/07/2008 - 07:35.
In den durchschnittlich mittelmäßigen Science-fiction-Romanen, die uns die Popkultur täglich beschert, wird des öfteren eine ganz von Technikern beherrschte Welt beschrieben, in der eine gelähmte und erblindete Menschheit nach einer Weltkatastrophe sklavenartig weiterlebt. Alles auf dieser Welt ist genau geplant, sogar die Liebe. Plötzlich aber taucht der Held auf - der Superman -, der das System umstürzen will. Er kämpft, wird verfolgt, begeht allerlei gefährliche Abenteuer und triumphiert am Ende. Damit beginnt für die Menschen eine neue Ära persönlicher Freiheit.
Psychologie des Alltags (11): Dankbarkeit
von Johannes B. Torelló am 07/07/2008 - 08:41.
Bitten und sogar Flehen ist menschlich und gewöhnlich; dankbar zu sein, ist seltener und doch auch menschlicher. Man kann ohne Zweifel sagen, „es gäbe keine andere Eigenschaft des Menschen, die so geeignet ist, den Zustand seiner inneren, geistigen und sittlichen Gesundheit erkennen zu lassen, wie seine Fähigkeit, dankbar zu sein“ (Otto von Bollnow).
Psychologie des Alltags (10): Mittelmäßigkeit
von Johannes B. Torelló am 04/07/2008 - 08:08.
Schwärmerische Geister kritisieren pausenlos und mit großen - manchmal auch mit groben - Worten die allgemeine Mittelmäßigkeit der Menschen, deren Durchschnittlichkeit sie nicht ertragen können. Sie haben sich den Erfolg gesichert, weil sie eine kaum verfehlbare Scheibe treffen. Harte Wörter von männlichem Klang, klare Luft, breiter Horizont, gewürzt mit einer Prise Sadismus oder Masochismus, die die überraschten Leser und Hörer zumindest kitzelt und eine gewisse emotionelle Betroffenheit verursacht.
Psychologie des Alltags (9): Aufrichtigkeit
von Johannes B. Torelló am 01/07/2008 - 08:35.
Die Liebe zur Wahrheit führt zu den verschiedensten Daseinsöffnungen: zum Studium und zum Experiment, zur stillen Beschaulichkeit und zu der so sehr gepriesenen Aufrichtigkeit. Diese Aufrichtigkeit, die in der Offenheit ihren gefühlsmäßigen Ausdruck findet, manifestiert sich in einer Art Natürlichkeit des Geistes, in jugendlicher Frische und Durchsichtigkeit. Da ist kein Platz für Phrasen und Schnörkel, Wendungen und Ausflüchte der Politik, und auch nicht für die Kränklichkeit des Narziß, dessen Gesicht - wie Shakespeare sagte - von der Blässe der eigensüchtigen Gedanken überzogen ist.
Psychologie des Alltags (8): Ausdauer oder Treue?
von Johannes B. Torelló am 26/06/2008 - 10:43.
Die Lust der Kinder an der Bewegung ist Lust am Leben schlechthin, Freude an Spiel und Wagnis. Deshalb kommt ihnen die altrömische Neigung vieler Eltern und Pädagogen grausam vor, Ausdauer und Beständigkeit für die Achse des Lebens zu halten, die Beharrlichkeit als Fundament aller guten Eigenschaften des Menschen besonders hochzuschätzen und für sie zu werben. Wollen doch die Alten ihre Kräfte sparen, sie nicht vergeuden und deshalb auf Beweglichkeit und die daraus folgende Unbeständigkeit verzichten. Aber was brennt und leuchtet, verzehrt sich unweigerlich.
Psychologie des Alltags (7): Mutterbindung
von Johannes B. Torelló am 18/06/2008 - 08:15.
Der „Mammismus“ der Italiener ist weltbekannt. Mit zuckersüßen Liedern und Schlagern besingen sie den lieben Namen der „Mama“, und flöten das so geläufig-vertraute Wort sanft ihr ganzes Leben lang. Niemand im Land der Sonne wird diese hemmungslos ausgedrückte Leidenschaft ableugnen; ja, sie wird sogar unter dem Schirm der Selbstironie gefördert und bewahrt. In anderen Ländern wurde derlei billige Romantik als Sentimentalität abgestempelt, wurde drastisch verdrängt. Obwohl ausgerechnet in Wien Ödipuskomplex und orale Fixierungen das Licht unserer rational-sachlich geformten Welt erblickt haben.
Erziehung zur Frau. Erziehung zum Mann. Anregungen aus der Philosophie. (4)
von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz am 17/06/2008 - 10:49.
Gerade aber die angestrebte Autonomie kann sich auf den Irrweg der Selbstheilung begeben, oder die in Maßen erreichte Autonomie kann entgleisen in die Selbstanbetung (was auch eine gegenwärtige Versuchung darstellt). Um wirklich den Schritt auf sich selbst zuzugehen, wäre eine weitere menschliche Grundspannung, jene vom Ich zum Du wahrzunehmen. Dieses Du meint ein personales Gegenüber, das ein Antlitz, nicht selbst nur eine Maske oder eine Nummer trägt. Denn der Mensch ist immer schon ausgestreckte Hand auf einen anderen hin. Dieses dritte Spannungsfeld zeigt: Der Mensch baut sich auf von innen nach oben. "In jedem Menschen ist eine Stimme, die er nicht für das Echo der eigenen halten kann," sagte Joseph Bernhart.
