Bildungsthemen
Männer in Kitas
von Horst Hennert am 24/08/2010 - 09:27.
Die offenkundige Jungenbenachteiligung zeigt erste Konsequenzen: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet langfristig angelegte Maßnahmen, um mehr Männer für die Arbeit in Kindertagesstätten zu gewinnen. Fachlich begleitet wird dieses Vorhaben von der eigens dafür eingerichteten Koordinationsstelle "Männer in Kitas". Es bleibt zu hoffen, dass es nicht die einzige Konsequenz aus der offenkundigen Benachteiligung der Jungen in unserem Bildungssystem bleibt.
Spielzeug, Schnickschnack und das Recht auf Langeweile
von Erin Manning am 23/08/2010 - 08:18.
Ich sah es nicht zum ersten Mal: vor ein paar Tagen überholte uns ein anderes Auto, am Steuer eine Frau, ein Kleinkind auf der Rückbank im Kindersitz – nichts Ungewöhnliches, bis auf die Augen des Kindes, die den Bildschirm mit den Cartoons fixierten, der an der Rückseite des Fahrersitzes angebracht war.
Die Verregelung der Welt
von Mark Rinasky am 29/04/2010 - 15:52.
Erziehungswissenschaftler referieren pausenlos über Fragen, die alle Eltern bewegen. Brauchen wir einen Elternführerschein? Wann kommt die erste Elternschule? Gibt es überhaupt einen Kanon allgemein gültiger Erziehungsziele und -grundsätze? Was zeichnet Neo-Eltern aus?
Gerechtigkeit gegen Gender-Gerechtigkeit
von Horst Hennert am 20/04/2010 - 10:41.
Unter den Arbeitshilfen, welche die Bundesregierung auf ihrer Seite zur Verwirklichung des Gender Mainstreaming angibt, findet man auch die 3-R-Methode, aus Schweden importiert. Diese soll auch im Schulunterricht Verwendung finden, wie auf "lehrer-online" nachzulesen ist. Zielsetzung ist, die Gender-Gerechtigkeit in der Schule zu verwirklichen. Wie werden wohl Lehrer diese Methode in der Schule umsetzen? Und was wird hier unter Gerechtigkeit verstanden?
Adaptiert, parodiert, kopiert – 150 Jahre Struwwelfieber
von Mark Rinasky am 25/03/2010 - 16:02.
Von Goethe stammt die Feststellung, dass sich alles, was eine große Wirkung gehabt hat, dem Urteil entzieht. Ein Befund, der auf den «Struwwelpeter» nicht zutreffen dürfte, zumal die Resonanz ja noch anhält. In der Literaturwissenschaft wird Heinrich Hoffmann, der Autor des legendären Buches, inzwischen als «Kopernikus der Kinderliteratur» bezeichnet. Andere möchten das Buch hingegen verbieten. Wie ist die von Hoffmann ausgelöste kopernikanische Wende zu verstehen? Werden Wirkungsweise und Aktionsradius des Klassikers, der mit ungebrochener Potenz Richtung Zukunft eilt, womöglich von überzeitlichen Kräften in Schwung gehalten?
Politiker sollten individuelle Neigungen bei der Ausbildung fördern
von Don Graham am 12/11/2009 - 10:17.
Bei vielen Sonntagsreden von Politikern zum Thema Schulbildung bemängelt der Erziehungswissenschaftler Sir Kenneth Robinson, dass die Notwendigkeit zur Förderung individueller Fähigkeiten von Schülern glatt ausgeblendet wird.
Philosophie für Kinder. Eine Expedition ins Reich der Gründe und Zwecke
von Josef Bordat am 16/10/2009 - 08:53.
Was macht der Wind, wenn er nicht weht? Wo ist die Welt zuende? Warum gibt es Zahnschmerzen? Kinderfragen sind philosophische Fragen. Umgekehrt gilt gleichfalls: Philosophische Fragen sind Kinderfragen. Wie der Philosoph fragt das Kind nach Ursache, Grund, Zweck und Sinn dessen, was zur Kenntnis gelangt. Kinder sind darin sehr gründlich und ausdauernd. Der schier unendliche „Warum“-Regress beim Kleinkind kann nerven. Doch zeigt sich hier deutlich, was schon Vittorio Hösle auffiel: „Kinder sind die wahren Philosophen.“
Der Kindergarten als Pflichtzeit
von Dr. Albert Wunsch am 10/09/2009 - 14:50.
Im Gespräch mit FreieWelt.net sprach der Erziehungswissenschaftler Dr. Albert Wunsch über die von der CDU geplante Kindergartenpflicht, den politischen Mißbrauch des Begriffs des "Kindeswohls" und die Erstverantwortung der Eltern für die Erziehung ihrer Kinder.
Charakter-Erziehung ist in den USA wieder angesagt!
von Kevin Ryan am 24/02/2009 - 12:17.
Seit den Zeiten, als wir Menschen noch in Höhlen lebten, sind wir bemüht, unsere Lebensbedingungen zu verbessern. Das erste Ziel war, die Natur zu beherrschen und mit den Bedrohungen von außen zurecht zu kommen, seien es Säbelzahn-Tiger, oder „Sub-Prime-Hypotheken“. Zum zweiten waren wir bestrebt, unsere innere Natur zu verbessern. Wir bemühten uns, gut zu handeln; dabei geht es um mehr, als in die warme Höhle zurückzukriechen, eine Blondine an ihren Haaren hinter sich her zu ziehen, Bier zu trinken und Fußball zu schauen. Das Leben der meisten Menschen ist ständiger Kampf, mit den Bedrohungen von außen und den Herausforderungen des eigenen Ich zurechtzukommen.
Psychologie des Alltags (29): Manieren
von Johannes B. Torelló am 14/01/2009 - 09:27.
Das gesellschaftliche Leben bildet nicht nur den Rahmen der Erfüllung unserer Daseinsmöglichkeiten, sondern den Stoff dafür. Der Mensch ist keine isolierte „Monade“, die sich ganz unabhängig von den eigenen bestimmenden Beziehungen zur Umwelt entfalten kann. Ein gutes Verhältnis zum Mitmenschen ist zwar nicht die Krönung der persönlichen Vollendung, wohl aber eine besondere Verwirklichung derselben.
