Bildungsthemen
Botschaft des Papstes zur Sozialen Kommunikation
von Wolfgang Weber am 29/01/2012 - 17:53.
Zur Kommunikation erziehen heißt nicht nur reden, sondern auch hören und betrachten lernen. Stille und Wort sind beide wesentliche und integrierende Elemente des kommunikativen Handelns. Das gilt besonders für die Verkünder der christlichen Botschaft in einer Welt, die immer mehr von den elektronischen Kommunikationsmitteln geprägt wird. Lesen die Botschaft im Wortlaut.
Überbehütet und verwöhnt – Wenn Kinder zu kleinen Prinzen werden.
von Dr. Albert Wunsch am 20/01/2012 - 18:09.
Sie umschwirren ihre Kinder wie Hubschrauber von morgens bis abends, stimmen ihr ganzen Leben auf das der Söhne und Töchter ab. Überbesorgte Mütter und Väter fahren ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schultüre, tragen ihnen den Schulranzen, organisieren die Freizeit, gehen mit auf den Fußballplatz. Auf den Spielplätzen sieht man oft mehr Erwachsene als Kinder; Eltern, Großeltern und Freunde richten ihren Fokus ganz auf den Nachwuchs. So viel Betreuung und Umsorgen hat es selten gegeben. »Eltern, die glucken, tun ihren Kindern keinen Gefallen«, sagt Albert Wunsch, Dozent für Erziehungswissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Köln. Im Interview plädiert er dafür, die Kinder nicht zu kleinen Prinzen und Prinzessinen zu machen und ihnen mehr abzuverlangen.
Fehler dürfen nicht entmutigen!
von Karin Pfeiffer am 02/09/2011 - 09:04.
In den letzten Tagen konnte ich an mir selbst etwas beobachten, was mit Pädagogik zu tun hat. Es sei mir gestattet, dazu ein wenig auszuholen. Meine Eltern hatten es mir ermöglicht, verschiedene Instrumente zu lernen. Im Grundschulalter war das Flöte, später spielte ich Klavier und auch etwas Gitarre und Ziehharmonika. Die beiden letztgenannten Instrumente beherrsche ich nur in bescheidenem Maße, während ich das Klavierspiel viele Jahre lang intensiv gepflegt habe. Als ich das Elternhaus verließ, gab ich das Klavierspielen auf – ein Piano nimmt man nicht einfach so mit. Dazu ist es zu groß und zu schwer.
Streng, aber gerecht!
von Karin Pfeiffer am 10/06/2011 - 10:30.
Wenn der Große nicht mehr groß, der Gute nicht mehr gut, der Wissende nicht mehr wissend, der Tüchtige nicht mehr tüchtig und der Ältere nicht mehr klug sein will – wer sollte den Jungen und Unerfahrenen dann Vorbild sein, dessen sie zum Wachsen und Reifen bedürfen? Die meisten unserer Verhaltensweisen werden diktiert durch die instinktive Abneigung, Dinge zu tun oder zu sagen, die bei den Mitmenschen, gleich welchen Alters, Missfallen erregen. Die Furcht, aus der Gruppe ausgestoßen zu werden, ist tief in uns allen verankert.
Warum ein klares Nein besser ist als ein unbeschränktes Ja
von Karin Pfeiffer am 08/06/2011 - 07:57.
Als Adam und Eva im Paradies lebten, war ihnen alles zu tun erlaubt – mit einer einzigen Ausnahme. Wir wissen, welche. Adam und Eva übertraten das klar definierte Nein, aßen die verbotene Frucht und erkannten mit Schrecken, dass ihnen die Welt offenstand. Verloren war das göttliche Nein, der einzige Fixpunkt, welcher dem Unendlichen Gestalt und Richtung zu geben vermag. Die ersten Menschen sahen sich nun der schrankenlosen Freiheit zum Handeln ausgesetzt. Dies war die Geburtsstunde der Angst.
Am 14. April ist BoysDay
von Horst Hennert am 12/04/2011 - 21:50.
Jetzt richten sich alle Augen auf die Jungen: nachdem schon seit 10 Jahren beim GirlsDay Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe angeworben werden, dürfen die Jungen jetzt im angestammten Feld der Mädchen nachziehen. Am 14. April laufen GirlsDay und BoysDay parallel nebeneinander. Was dürfen die Jungen erwarten?
Koedukation oder Monoedukation?
von Amy Novotney am 11/03/2011 - 16:23.
Auch in den USA geht die Diskussion um Koedukation und Monoedukation weiter, besonders nach dem Gesetz von 2002, das wieder öffentliche monoedukative Schulen zugelassen hat. Befürworter beider Lager vertreten ihre Standpunkte und legen die Ergebnisse ihrer Forschungen vor, die auch für unser Schulsystem von großem Interesse sind. Der Blick nach USA bestätigt, dass sich beide Positionen nur nähern können, wenn sie zugeben, dass nicht nur ein Schultyp für alle der beste sein muss, sondern dass es Wahlfreiheit geben muss.
Was ist die Hauptaufgabe des Lehrers?
von Horst Hennert am 03/03/2011 - 08:28.
Auf der gerade zu Ende gegangenen Didacta in Stuttgart beschäftigten sich mehrere Vorträge mit dem Lernen der Schüler und der Rolle, die dabei der Lehrer spielt. Dabei geraten die Forschungsergebnisse der Hirnforscher und Neurobiologen immer mehr in den Blick. Prof. Dr. Gerhard Roth, einer der renommiertesten Gehirnforscher und bekannter Buchautor, der Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie an der Universität Bremen ist, ging dabei in einem Interview mit bildungsklick mit der derzeitigen Lehrerausbildung hart ins Gericht.
Wie viele Analphabeten gibt es in Deutschland?
von Wolfgang Hanuschik am 15/02/2011 - 09:24.
Sind Sie schon einmal jemandem begegnet, der weder Schreiben noch Lesen kann? Der Sie vor einem Straßenschild gefragt hat, wie die Straße heißt? Oder im Supermarkt, was auf dem Preisschild steht? Oder der Sie gebeten hat, ihm die Speisekarte vorzulesen? Das passiert in Deutschland nicht mehr? Das ist ein Irrtum. Die Wahrscheinlichkeit, einem Analphabeten zu begegnen, ist relativ hoch.
Lösen wir das Jungenproblem mit „Mehr Männer in Kitas“?
von Horst Hennert am 09/02/2011 - 08:10.
Millionenschwere Programme werden von der Bundesregierung aufgelegt und Familienministerin Schröder trommelt unermüdlich, um mehr männliche Jugendliche für die Frühpädagogik zu gewinnen. Im nächsten Jahr werden 40.000 neue Kräfte für den Ausbau der Betreuung der unter Dreijährigen gebraucht. Wie viele werden davon männlich sein, wenn ihr Verdienst nur wenig über Hartz IV liegt? Kann dieser Vorstoß überhaupt zu einer Lösung führen, dass vor allem kleine Jungen mehr mit männlichen Vorbildern in Berührung kommen und in ihrer männlichen Identität gefördert werden? Ein Interview mit dem bekannten Männerforscher Walter Hollstein auf focus-online gibt interessante Antworten.


