Wieder einmal stand eine meiner Lieblingsveranstaltungen auf dem Programm: Elternabend zum bevorstehenden Sexualkundeunterricht ... diesmal mit Workshop!!! Ausgestattet mit Argumenten, Baldrian und dem mir möglichen Höchstmaß an gutem Willen startete ich Richtung Schule ... um eine Überraschung zu erleben ... und zwar eine äußerst positive!
von Maria v. Loe
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Vorgestellt wurde ein relativ neues Projekt, die „Zyklusshow“, dessen Idee es ist, den weiblichen Zyklus und das damit verbundene Geschehen im Körper in Form eines Workshops für junge Mädchen anschaulich und verständlich darzustellen.
So wird z.B. die allmonatlich stattfindende enorme Ausstattung der Gebärmutter für den Fall einer Schwangerschaft mit der luxuriösen Ausstattung einer Hotel-Suite für einen ersehnten Gast verglichen. Jedes Mal bei dessen Nicht-Eintreffen –sprich: dem Ausbleiben einer Schwangerschaft – wird alles wieder abgeräumt um in der Folge mit den gleichen Luxusartikeln etc. wieder aufwendig hergerichtet zu werden. Das Gehirn wird mit der Chefetage verglichen, die die diversen Hormone auf den Weg schickt, steuert etc. Meine anfängliche Skepsis, dass hier Dinge profanisiert oder gar banalisiert würden, hat sich absolut nicht bestätigt.
Die Referentin, eine Diplompädagogin aus Bayern, Mitarbeiterin von „Esperanza“, hat uns Mütter detailliert über den Ablauf dieses „Workshops“ und ihre Erfahrungen mit den jungen Mädchen berichtet. Für Jungen sollen in Zukunft übrigens ähnliche Veranstaltungen angeboten werden.
Nicht Gegenstand der Veranstaltung waren die diversen Verhütungsmittel. Doch abgesehen davon, dass sich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema nach der Teilnahme an der „Zyklusshow“ geradezu aufdrängt, wird all dies in dem dazugehörigen Buch (Dr. Elisabeth Raith-Paula; Was ist los in meinem Körper, Pattloch-Verlag) thematisiert und logischerweise mit dicken Fragezeichen versehen.
Fazit: Alle teilnehmenden Mütter – etwa 70 – waren total begeistert! Ein Großteil der hier gebrachten Informationen, insbesondere über die natürliche Empfängnisregelung war für viele völlig neu („Wenn wir das damals gewusst hätten ...“)! Alle (!) waren bereit, die Teilnahme ihrer Töchter mit immerhin ca. 30 Euro zu unterstützen!
Tatsache ist, dass mit der hier vermittelten positiven Sicht des Frau-Seins eine ganz neue Perspektive aufgetan wird: Wenn ein Mädchen über diese wunderbaren Vorgänge in ihrem Körper informiert ist, wird sie sich natürlich fragen, ob sie sich der allgemeinen Verhütungsmentalität unterwerfen will, oder ob nicht die natürliche Empfängnisregelung wesentlich attraktiver ist.
Das hat logischerweise wiederum Auswirkungen auf das Verhältnis zu Jungen. In diesem Lichte macht es auch Sinn, die Mädchen früh genug, also bereits zu Beginn der Pubertät mit dieser Materie zu konfrontieren. Ein Mädchen das bescheid weiß, hat ganz andere Argumente und ein anderes Selbstbewusstsein. Und dann kann alles, was uns in „Bravo“, aber auch in dem gängigen Sexualkundeunterricht serviert wird, plötzlich total uncool sein. Und „Gender Mainstream“ ist damit auch mega out.
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Link
> Internet-Seite: www.mfm-projekt.de [1].