Nach den Sommerferien beginnt für etwa 750.000 Kinder in der Bundesrepublik der Start aus der Grundschule in eine weiterführende Schule. Das Forum „Familie stark machen“ hat eine Allensbach-Umfrage in Auftrag gegeben, wer für die Wahl der Schulform zuständig ist, deren Auswertung in einer Pressemitteilung vom 25.8.06 der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird..
Beim Übergang von der Grundschule (in den meisten Bundesländern nach Klasse 4) in eine weiterführende Schule sprechen die Lehrer jeweils eine Empfehlung aus, welches die geeignete Schulform für das jeweilige Kind sei. Die Umfrage hat ergeben, dass 45 % der befragten (ca. 1.000 Personen) der Meinung sind, dass die Eltern das letzte Wort in dieser Frage haben sollten. Nur 26 % setzen ihr Vertrauen auf die Lehrer und 14 % sind der Meinung, dass die Kinder selbst entscheiden sollen.
Ein besonders interessantes Ergebnis ist, dass 39 % schon einmal erlebt haben, dass sich die Eltern gegen den Rat der Lehrer für eine andere Schulform entschieden haben, wobei es in 88 % der Fälle die höhere Schulform gewesen ist. Sie trauen offensichtlich ihren Kindern meist mehr zu als die Lehrer und behalten damit in fast der Hälfte der Fälle recht. Allerdings stellte sich auch bei 45 % später eine Überforderung der Schüler heraus.
Sowohl das Ergebnis, dass die größte Gruppe der Meinung ist, dass den Eltern die Entscheidungskompetenz zusteht, als auch die Feststellung, dass durch das elterliche Einwirkens gegen die Lehrerempfehlung fast die Hälfte der Kinder die geeignetere Schulform gefunden haben, macht erneut deutlich, dass niemand die Kinder besser kennt als die eigenen Eltern, die gegen alle anderen Instanzen in der Frage der Erziehung ihrer Kinder das letzte Wort behalten müssen.
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Link
„Familie stark machen“ [1]
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