Familienbild der Zukunft - in Grün
Wie wichtig eine neue kapillare Verbreitung der christlichen und naturgemäßen Auffassung von Ehe und Familie ist, zeigt eine Presseveröffentlichung der Nachwuchsorganisation der „Grünen“. Mit einem Gemisch aus Halbwahrheiten und ideologischen Versatzstücken wird versucht, die Familie in die verantwortungslose Beliebigkeit der Verfechter einer „Lust-Gesellschaft“ abzudrängen. Dass dies keineswegs die „Stimme der Jugend“ ist, wissen wir aus entsprechenden Umfragen, die zeigen, dass unter Jugendlichen Werte wie „Treue“, „Zuverlässigkeit“ und auch „Familie“ wieder mehr im Kommen sind. Zu Ihrer Information die Presseerklärung der Grünen-Jugend zur „Familie“.
PRESSEMITTEILUNG - GRÜNE JUGEND Bundesverband
Datum: 20.02.2006
Ort: Berlin
Monogamie ist keine Lösung! Wahlverwandschaften stärken - damit alternatives Leben jenseits der Zweier-Ehe möglich wird!
Zu den Forderungen junger CSU-Abgeodneter, auch weiterhin das "traditionelle Familienbild" als die einzig akzeptable Lebensform anzusehen, übt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND scharfe Kritik:
"Auch ewig Gestrige wie diese - wohl nur biologisch - jungen CSU-Abgeordneten können doch nicht die Augen vor den gesellschaftlichen Realitäten verschließen! Menschen haben ganz vielfältige Bedürfnisse, Gemeinschaft und zwischenmenschliche Solidarität zu erfahren.
Die Kleinfamilie - Vater, Mutter, Kinder - wird den Bedürfnissen vieler Menschen überhaupt nicht gerecht. Von der "traditionellen" Kleinfamilie zu sprechen ist ohnehin Augenwischerei - erst vor knapp hundert Jahren kam diese von den jungen Reaktionären bei der CSU als so "traditionell" und "natürlich" bezeichnete Lebensform in Mode. Viele Kulturen und Zeitalter kennen ganz andere Arten und Weisen der zwischenmenschlichen Solidarität - und das ist auch gut so!
Wir treten ein für eine Öffnung der Ehe zu moderneren, zeitgemäßeren Lebensweisen - denn die Liste derer, die durch die Verengung des gesellschaftlichen Leitbildes auf Zweier-Ehe und Kleinfamilie in ihrer Entfaltung massiv behindert werden, ist lang: Frauen, Homosexuelle, Alternative - all diese Menschen werden in unserem Land finanziell und strukturell benachteiligt.
Die GRÜNE JUGEND tritt ein für die Abschaffung der Ehe - an Stelle der überholten Ehe soll ein Zivilpakt-Modell nach französischem Vorbild treten, bei dem jede und jeder anderen ganz bestimmte Rechte und Pflichten übertragen kann. Wir wollen alternativem Leben Raum geben, denn nicht alle Menschen wünschen sich eine lebenslange Zweier-Beziehung, viele Menschen wünschen sich eine ganze Menge mehr!
Ja, viel mehr als die bürgerliche Ehe wünschen sich viele Menschen: Beziehungen auf Zeit, Beziehungen mit mehr als einer Person, Freundschaften mit Sex. Wer derart leben möchte, soll in unserer Gesellschaft nicht mehr in seiner Entfaltung behindert werden. Wir treten ein für alternatives Zusammenleben, für Patchwork-Familien, für Wahlverwandschaften und eine unverkrustete, idologiefreie Solidarität!"
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Grüne Jugend - Bundesgeschäftsstelle
Hessische Straße 10
10115 Berlin
Tel.: 030 / 275 94 095
Fax: 030 / 275 94 096
http://www.gruene-jugend.de
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