Die elterliche Glückskurve
von Simone Ruessel am 03/02/2012 - 15:21.
Warum sind Eltern von vier und mehr Kindern im Durchschnitt glücklicher als Eltern mit weniger Kindern? - W. Bradford Wilcox und Eliszabeth Marquardt bestätigten in ihrem Bericht aus dem Jahr 2011, dass Elternschaft bei den heutigen Ehepaaren oft mit geringerem Eheglück assoziiert wird. In dem folgenden Auszug aus ihrem Bericht „Familiengröße, Glaube und Bedeutung der Elternschaft“ wird aber deutlich, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. Obwohl die Daten aus Amerika stammen, kann man diese auch auf Deutschland übertragen. Zumindest können sie Familien Mut machen, dass das eigene Glück nicht mit der Anzahl der Kinder weniger wird, sondern dazu beiträgt, dass auch die Eltern großer Familien ein glückliches und sinnerfülltes Leben haben.
Die neue Überförderung
von Heinrich Mellein am 30/01/2012 - 22:41.
Gewiss haben die über 2 Millionen Webseiten und 300 000 Bilder, die Google bei der Suchanfrage „Individuelle Förderung“ auflistet, nicht alle etwas mit der Förderung von leistungsschwachen Lernern in unseren öffentlichen Bildungseinrichtungen zu tun. Doch es dürfte ein nicht gerade kleiner Anteil davon sein, der sich mit der Frage beschäftigt, wie wir als Gesellschaft, wie wir als Schule, wir als Bildungsland möglichst viele Techniker und Lenker für die kommenden Jahrzehnte herauf befördern können. Es ist etwas faul im Staate Deutschland. Das weiß jeder und man hat es auch schon lange kommen sehen.
Botschaft des Papstes zur Sozialen Kommunikation
von Wolfgang Weber am 29/01/2012 - 17:53.
Zur Kommunikation erziehen heißt nicht nur reden, sondern auch hören und betrachten lernen. Stille und Wort sind beide wesentliche und integrierende Elemente des kommunikativen Handelns. Das gilt besonders für die Verkünder der christlichen Botschaft in einer Welt, die immer mehr von den elektronischen Kommunikationsmitteln geprägt wird. Lesen die Botschaft im Wortlaut.
Drei Filmrezensionen: The Artist - Fünf Freunde - The Descendants
von José García am 26/01/2012 - 09:49.
Heute stellen wir Ihnen drei Filme vor: "The Artist" behandelt den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm und die damit verbundenen massiven Veränderungen. George Clooney spielt in "The Descendants" einen Familienvater, der sich nach dem Sportunfall seiner Frau erstmals um seine zwei Töchter kümmern muss. Enid Blyton (1897-1968) gehört zu den erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen weltweit. Aus ihren in den vierziger bis sechziger Jahren veröffentlichten 21 „Fünf Freunde“-Bänden ist der gleichnamige Film hervorgegangen.
Frühe Sexualisierung bei Kindern: Denn sie wissen nicht, was sie tun
von Birgit Kelle am 26/01/2012 - 08:17.
Woher weiß eine Bande von Achtjährigen eigentlich, wie man einen Sechsjährigen sexuell missbraucht? Sie denken, das sei eine absurde Fragestellung? Seit vergangener Woche leider nicht mehr, denn wie bekannt wurde, kam es genau zu solch einem Vorfall im Landkreis Unna. Eltern, Kinderschutzbund, Polizei – alle sind entsetzt und fassungslos. Und es wirft die Frage auf, was muss eigentlich schief laufen, damit Kinder in der Lage sind, anderen Kindern derartiges anzutun?
Kriegerin
von José García am 23/01/2012 - 16:13.
Für seinen Abschlussfilm an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg HFF „Kriegerin“ hat sich Regisseur David Wnendt eines brisanten Themas angenommen. Am Anfang steht eine Off-Stimme, mit der die etwa 20-jährige Marisa (Alina Levshin) ihre Gesinnung unverblümt ausdrückt: „Demokratie ist das Beste, was wir je auf deutschem Boden hatten. In einer Demokratie kann jeder mitbestimmen. Du, ich, Alkoholiker, Junkies, Kinderschänder, Neger, Leute, die zu blöd sind, ihren Hauptschulabschluss zu schaffen.“
Überbehütet und verwöhnt – Wenn Kinder zu kleinen Prinzen werden.
von Dr. Albert Wunsch am 20/01/2012 - 18:09.
Sie umschwirren ihre Kinder wie Hubschrauber von morgens bis abends, stimmen ihr ganzen Leben auf das der Söhne und Töchter ab. Überbesorgte Mütter und Väter fahren ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schultüre, tragen ihnen den Schulranzen, organisieren die Freizeit, gehen mit auf den Fußballplatz. Auf den Spielplätzen sieht man oft mehr Erwachsene als Kinder; Eltern, Großeltern und Freunde richten ihren Fokus ganz auf den Nachwuchs. So viel Betreuung und Umsorgen hat es selten gegeben. »Eltern, die glucken, tun ihren Kindern keinen Gefallen«, sagt Albert Wunsch, Dozent für Erziehungswissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Köln. Im Interview plädiert er dafür, die Kinder nicht zu kleinen Prinzen und Prinzessinen zu machen und ihnen mehr abzuverlangen.
Reflexionen über das Leben in einer liberalen Gesellschaft
von Sergio Belardinelli am 16/01/2012 - 23:00.
Die Familie ist der Ort, wo die Werte wachsen, die für ein geordnetes Miteinander der Bürger entscheidend sind - Dieser Vortrag wurde auf der Internationalen Konferenz der "Home Renaissance Foundation" (London März 2011) von Sergio Belardinelli, Soziologie-Professor an der Universität von Bologna, gehalten.
„Warum so deprimiert?”
von Zac Alstin am 14/01/2012 - 14:38.
Ist unsere heutige Kultur der Nährboden für eine künftige Epidemie von Depressionskrankheiten? - Die Frage, die einem Menschen, der an Depressionen leidet, wohl am Wenigsten hilft, ist: „Warum bist du eigentlich deprimiert?" Und doch macht diese Frage Sinn. Nach Erhebungen der Welt-Gesundheits-Organisation ist Depression mit Abstand die Nr. 1 des YLD –Index (Years lived with Disability), und Nr. 4 des DALY –Index, (Disability-Adjusted Life Year), der behinderungsbereinigten Lebensjahre, das ist die Anzahl an Jahren, um die sich die statistische Lebenserwartung durch frühen Tod und Verlust an Produktivität auf Grund von Behinderungen reduziert.
"Polyamorie" - wer viele liebt, liebt gar nicht
von Dr. Gudrun Kugler am 13/01/2012 - 19:23.
Beim Zappen im Hotel auf der Suche nach CNN blieb ich bei Markus Lanz hängen. Ein älteres Paar erläuterte redselig, wie befreit es nun sei, seit es seine „Polyamorität“ erkannt hatte. Sie lieben mehrere, und tun es auch kräftig. Die anderen Gäste applaudieren ihrer „Ehrlichkeit“ - denn monogam wäre ja schließlich sowieso keiner. Allein Dagmar Koller fand solches Verhalten „entsetzlich“: Ohne auf die Treue ihres Mannes zählen zu können, hätte sie sich nicht „fallen lassen und ganz öffnen können“.

