Medien
Neuen Medien, neue Kultur. Wie Mobiltelefon und Internet Beziehungen und Bildung bestimmen
von Josef Bordat am 29/07/2010 - 08:16.
Ich beschäftige mich seit Jahren mit den Neuen Medien und ihrem Einfluss auf Sprache, Beziehungskultur und Meinungsbildung. Ich glaube, dabei einige Probleme identifiziert zu haben, die für die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, Folgen zeitigen.
Eltern wollen selbst wählen
von William West am 12/10/2009 - 16:43.
Filme, Musik und Internet-Angebote sind immer weniger Kind-gerecht. Viele Eltern vertrauen deshalb nicht länger den Zensoren der Aufsichtsbehörden, sondern nehmen die Auswahl selbst in die Hand.
Massenphänomen Computerspiel: Elektronisches Kunstwerk oder Armageddon?
von Markus Rüther am 18/06/2009 - 11:24.
Die Kritik an den Massenmedien begann mit der Kritik an Zeitungen, die als schädlich und speziell für Frauen als gefährlich eingestuft wurden. Selbst die Literatur stand einst im Kreuzfeuer der Medienpädagogik. Ebenso die Musik (Rock und Pop) und natürlich das Fernsehen. Doch stets musste die Kritik vor der Wirklichkeit zurückweichen, und die Traditionen konnten nur soweit überleben, wie es ihnen gelang, sich mit dem Neuen zu arrangieren. Heute befinden wir uns an dem Punkt, an dem vor dem Internet und dem Computer als Spielgerät gewarnt wird. Doch der Wirrwarr an Begrifflichkeiten und die Vielfalt der zum Teil widersprüchlichen Meinungen erzeugen die für unsere Zeit typische Ratlosigkeit.
Map, Level oder Welt
von Mark Rinasky am 08/06/2009 - 10:42.
Killerspiele? An dieser Stelle klickt jeder zweite Leser auf eine andere Seite. Eine ganze Armee von Experten feuert ein Statement nach dem anderen in den Pressewald. Ergebnis: Ratlosigkeit. Die Informationsflut und die Vielfalt der zum Teil widersprüchlichen Meinungen erzeugen eine Art Overkill, wie er gerade für die Spiele, die in der Kritik stehen, typisch ist: chaotisch, nicht linear, trickreich, hinterlistig – eine nie verlässliche Wirklichkeit.
Warum ist das Internet so bösartig?
von John Bambenek am 31/05/2009 - 19:04.
Manche Leute, die auf den Bildschirm starren und die Tastatur malträtieren verlieren oft alle Hemmungen - Alle paar Wochen kommt das Thema Cyber-Mobbing auf die Titelseiten der Zeitschriften. Ein Mädchen begeht Selbstmord, nachdem bösartige Anschuldigungen über sie im Netz verbreitet wurden. Das als „SEXTING“ bezeichnete Phänomen, von sich selbst anstößige Bilder mit der Handy-Kamera aufzunehmen und an Freunde zu versenden, wird heftig diskutiert. Auf MySpace oder YouTube werden Gewalttaten gegen Schüler oder Schulen angekündigt, auch werden anonym Droh-Mails versandt.
Wenn man die Kinder dem Dorfdeppen anvertraut
von Erin Manning am 08/04/2009 - 11:10.
Wer etwas gegen den Kulturverfall tun möchte, sollte weniger fernsehen - Die hier beschriebenen amerikanischen Verhältnisse haben auch uns inzwischen vielerorts erreicht ... Sie hatte mich zu einem Arzttermin begleitet. Das Wartezimmer war ziemlich voll und wir fanden nur noch Platz unter einem großen Fernseher, der auf einen Sender eingestellt war, der mehrfach pro Stunde Nachrichten wiederholte. Begriffe, wie „Überfall“, „Messerstecherei“ und „verhaftet wegen Besitz von Kinderpornographie“ tönten in kurzen Intervallen immer wieder während der anderthalbstündigen Wartezeit aus dem Lautsprecher über uns.
Kleine Hände, große Taten
von Markus Rüther am 06/03/2009 - 19:46.
Zum DVD-Start des Animationsfilms TinkerBell hat Walt Disney mit Hilfe von acht deutschen Firmen eine bundesweite Aktion ins Leben gerufen: Grundschulkinder werden ermutigt, mit ihrem Erfindungsreichtum die Welt zu verändern. Auf der Homepage der Initiatoren finden Interessenten die Email-Adresse, über die sich Kinder mit ihren Eltern, Freunden oder sogar mit ihrer ganzen Klasse anmelden können: www.grosse-taten.de. Einsendeschluss ist der 30. April 2009. «Sei erfinderisch und verrate uns deine besten Ideen, um die Welt ein bisschen besser zu machen! Möchtest du zum Beispiel deinen Spielplatz sauber machen, Bäumchen für die Zukunft pflanzen oder dich um Tiere im Tierheim kümmern?»
Eine kurze Reise durchs Internet (2)
von Markus Rüther am 10/02/2009 - 12:46.
Angenommen, Ihr Kind müsste auf dem täglichen Weg zur Schule ein Stadtviertel wie die Bronx in New York kreuzen (Bandenkriminalität, Drogenhandel, Raubüberfälle, Mord) – würden Sie nicht alles tun, um ihr Kind zu schützen bzw. alternative Schulwege aufzufinden? Wäre es für Sie in einer solchen Situation überhaupt denkbar, Ihr Kind allein zu lassen? Würde das Erlernen der Verkehrsordnung etwa ausreichen? Doch wenn wir unsere Kinder vor der Bronx bewahren, um ihre körperliche Unversehrtheit zu garantieren, sollten wir sie dann nicht auch in der Netzwelt begleiten, wo ihr Geist einer Vielzahl von Angriffen ausgesetzt ist: Pornographie, gewaltverherrlichende Seiten, Stimmungsmache, Agitation - Chatkriminalität.
Neue Technologien - neue Verbindungen. Für eine Kultur des Respekts, des Dialogs, der Freundschaft.
von Wolfgang Weber am 23/01/2009 - 18:03.
Die neuen digitalen Technologien sind nach Worten Benedikts XVI. ein Geschenk für die Menschheit. Daher müsse sichergestellt werden, dass die Vorteile, die sie bieten, allen Menschen und Gruppen zugute kämen, vor allem den Bedürftigen und Schwachen. Mit diesen Worten umschreibt Papst Benedikt XVI. sein Hauptanliegen zum diesjährigen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. Seine Botschaft, die heute veröffentlicht und im Vatikan vorgestellt wurde, widmet sich dem Thema: „Neue Technologien, neue Verbindungen. Für eine Kultur des Respekts, des Dialogs, der Freundschaft".
70 Freunde
von Markus Rüther am 16/12/2008 - 09:13.
Der enorme Wandel des Medienangebots ist das Kennzeichen der letzten zehn Jahre, in denen die von Computern erzeugte Realität einen Kulturschock ausgelöst hat, dessen stärkste Bewegungen zu einer Kette von Erschütterungen führten: Presse, Funk und Fernsehen sind inzwischen «multimediale Realitäten», ihre Inhalte können überall und auf den unterschiedlichsten Endgeräten abgerufen werden, Kommunikation findet auf einer Vielzahl von Ebenen statt, das Ausmaß der Relationen ist hyperinflationär, und die Welt des Internets hat die Wirklichkeit mit einer solchen Dominanz durchdrungen, dass unter der jüngeren Generation Menschen heranreifen, für die der Gedanke einer Welt ohne Internet befremdlicher ist als ein Internet ohne Welt.
