Monoedukative Schulen

Monoedukative Schulen

Andrew Mullins ist Schulleiter des Redfield College, einer privaten Jungenschule im Nordwesten von Sydney. In einem Grundsatzartikel vergleicht er mono- und koedukative Schulkonzepte. Die profunde Abwägung der Vor- und Nachteile des jeweiligen Ansatzes stützt sich auf eine breite Basis wissenschaftlicher Untersuchungen.

Übersetzung von >Single-sex-schooling von Andrew Mullins erschienen als Backgrounder auf MercatorNet
übersetzt von Simone Rüssel

Andrew Mullins ist Schulleiter des Redfield College, einer privaten Jungenschule im Nordwesten von Sydney. Während seiner 25jährigen Tätigkeit als Lehrer hat er geisteswissenschaftliche Fächer an verschiedenen weiterführenden Schulen in Australien unterrichtet. Er setzt sich besonders dafür ein, die Eltern in den schulischen Bildungs- und Erziehungsprozess einzubinden. Auf unserer Seite wurde bereits ein Beitrag von ihm veröffentlicht.

Aktuelle Kontroversen

Über die Vor- und Nachteile von mono- und koedukativen Schulen wurde in den vergangenen 50 Jahren häufig diskutiert. Die Befürworter monoedukativer Erziehung argumentieren, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Bedürfnisse haben und sich in der Art zu lernen sehr unterscheiden. Sie verweisen auf Daten, die zeigen, dass sowohl Jungen als auch Mädchen in gemischten Klassen unterfordert werden. Vertreter der Koedukation behaupten, dass gemischte Klassen eher in den Sittenkodex der modernen westlichen Gesellschaft passen, und dass Kinder aus koedukativen Schulen sich besser anpassen können. Beide Ansätze werden von ihren jeweiligen Vertretern als ganzheitliche Erziehungskonzepte angesehen.

In der Diskussion wird häufig auch auf eine soziale Komponente hingewiesen. Die Koedukation wird manchmal als Lösung für gescheiterte Familien betrachtet. Sie soll bei der Sozialisierung und moralischen Entwicklung der Kinder helfen. Die finanziellen Einsparungen der Regierungen bei Gemeinschaftseinrichtungen haben dazu geführt, dass vormals monoedukative Schulen zusammengelegt und neue koedukative Schulen eröffnet wurden. In einigen Ländern hat man die privaten Schulen gar vor die Alternative gestellt, entweder die Koedukation einzuführen oder auf finanzielle Unterstützung zu verzichten.

Ein neues Element in der Diskussion ist die weitgehende Übereinstimmung, dass die Erziehung irgendwie an den Jungen vorbeigeht. Jungen werden oft von den Mädchen leistungsmäßig übertroffen. Die Statistiken über selbst zugefügte Verletzungen und Depressionen bei Jungen sind alarmierend. Es scheint eine wachsende Entfremdung der Jungen von ihren Eltern und vor allem von den Vätern zu geben. Psychologen stellen einen „Vaterhunger“ bei den Jungen fest, die ohne ausreichende Zuwendung ihres leiblichen Vaters oder ganz ohne ihn aufwachsen.

Da die westlichen Gesellschaften nach Gleichberechtigung der Geschlechter streben, herrscht besondere Aufmerksamkeit, wenn es um Diskriminierung geht. Das Diskriminierungsargument wird von beiden Seiten benutzt. Befürworter der monoedukativen Erziehung sind der Ansicht, dass man nur durch Monoedukation den speziellen Bedürfnissen von Jungen und Mädchen gerecht werden kann. Vertreter der Koedukation sagen, dass nur Koedukation den gleichberechtigten Zugang zu Ausbildungseinrichtungen und -kursen ermöglicht.

Befürworter der monoedukativen Erziehung entgegnen darauf, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter nicht unbedingt in der gleichen Zugangsberechtigung für Jungen und Mädchen bestehe. Entscheidend sei hingegen, den spezifischen Bedürfnissen von Jungen und Mädchen zu entsprechen, indem man Einrichtungen schafft, die das leisten können.

Die Vorteile der Monoedukation

Jungen und Mädchen lernen auf verschiedene Weise

Es scheint außer Frage, dass Jungen und Mädchen in unterschiedlichem Tempo und auf verschiedene Weise lernen. Es ist keine Sache von geschlechtlichen Vorurteilen, sondern von langjähriger Erfahrung, untermauert von psychologischen Untersuchungen. Die Ansicht aus den 70er Jahren, dass geschlechtsspezifische Charakterzüge rein kulturelle Konstrukte sind, gilt als überholt. Interkulturelle Studien in den letzten 30 Jahren haben ergeben, dass Geschlechtsunterschiede in der ganzen Vielfalt der Kulturen erstaunlich konstant sind (1).

Hier einige der relevanten Unterschiede: Laut einer Studie aus dem Jahr 2001 (2) benutzen Frauen die rechte und linke Hirnhälfte für die Sprache; Männer nutzen nur die linke Hirnhälfte. Im Allgemeinen nutzen Männer oft nur einen Bereich des Gehirns für eine bestimmte Aktivität; Frauen benutzen häufig mehrere Bereiche. Studien zeigen, dass Frauen eher auf Anweisungen reagieren, die konkrete Fakten enthalten; Männer bevorzugen abstrakte Anweisungen (3).

Das Gehirn von Mädchen entwickelt sich während der Pubertät so, dass sie besser in der Lage sind, ihre Gefühle zu äußern; das tut das Gehirn von Jungen nicht. Die Forschung entdeckte große physiologische Unterschiede zwischen den Gehirnen von Jungen und Mädchen schon im vorpubertären Alter (4). Zum Beispiel können 7-jährige Mädchen besser hören als Jungen (5).

Die körperlichen Unterschiede führen dazu, dass Mädchen und Jungen unterschiedlich lernen. Lehrer müssen Mädchen eher ermutigen, während Jungen einen Realitätscheck brauchen. Direkte Herausforderungen kommen bei den Jungen gut an und in der Regel halten sie sich an klare Grenzen. Die Gefühlsebene wird bei älteren Mädchen in einem ganz anderen Teil des Gehirnes entwickelt als bei älteren Jungen. Mädchen interessieren sich mehr für Literatur und können leichter Verbindungen zwischen Gedanken und Emotionen herstellen. Eine Scheibe von einem Gehirn sagt nichts darüber aus, ob diese Person ein Schwarzer oder Asiat, ein Jude oder Christ, Hindu oder Moslem war. Aber man kann sagen, dass diese Person männlich oder weiblich war. National Association for Single Sex Public Education Bei Geschichten reagieren Mädchen auf kleinste Unterschiede der Charaktere, Jungen auf Handlung (6). Mädchen machen gern Rollenspiele, bei denen die Schüler einen Charakter darstellen können. Aufgaben, bei denen die Schüler vom Einzelnen zum Allgemeinen schließen müssen, die also eher theoretisch verlaufen, werden von den Mädchen gut gelöst. Jungen reagieren eher auf strukturierte Unterrichtsstunden, klar begrenzte Aufgaben und eher auf abstrakte Probleme. Mädchen arbeiten lieber in Gruppen und Teams. Eine interessante Studie besagt, dass sich Stress unter gewissen Umständen positiv auf das Lernverhalten der Jungen auswirkt, aber das Lernverhalten der Mädchen beeinträchtigen kann, und dass dieses Merkmal im Gehirn eines Jungen bereits von Geburt an verankert ist (7).

Die meisten Kinder lernen besser in einer geschlechtshomogenen Umgebung

Im Durchschnitt schneiden Kinder von monoedukativen Einrichtungen besser ab als ihre Altersgenossen von koedukativen Schulen. Ken Rowe fand in einer 20jährigen Studie unter 270 000 Schülern in Australien heraus, dass sowohl Jungen als auch Mädchen bei standardisierten Tests zwischen 15 und 22 Prozentpunkte besser abschnitten, wenn sie monoedukative Schulen besuchten (8).
Die National Foundation for Educational Research (Staatliche Gesellschaft für Erziehungswissenschaften) in England (9) fand heraus, dass Jungen und Mädchen von monoedukativen Schulen deutlich besser akademisch arbeiteten als Schüler von koedukativen Schulen. In Jamaika übertrafen die Schüler von monoedukativen Schulen diejenigen von gemischten Schulen in nahezu jedem getesteten Fach (10). 1997 zeigten Jean und Geoffrey Underwood in einer Studie, dass Teams aus zwei Mädchen bei den Aufgaben besser abschnitten und gemischte Teams in der Regel die Erfolge der beteiligten Mädchen beeinträchtigten (11).

Jungen und Mädchen profitieren auf unterschiedliche Weise von der Schule. Britische Studien zeigen, dass Mädchen von monoedukativen Schulen stärker profitieren als Jungen: sie beteiligen sich öfter in der Klasse, entwickeln größeres Selbstvertrauen, erreichen höhere Punktzahlen bei Eignungstests, studieren häufiger naturwissenschaftliche Fächer und sind später im Beruf erfolgreicher. Untersuchungen haben ergeben, dass Jungen den Alltag in gemischten Klassen bestimmen. Jungen sind lauter. Andere Studien besagen, dass Mädchen in koedukativen Klassen seltener ermutigende Kommentare bekommen als Jungen. Die Studien von Cornelius Riordan zeigen, dass Kinder aus unterprivilegierten Verhältnissen den größten Nutzen aus monoedukativen Schulen ziehen (12). Das Ergebnis all dieser Untersuchungen ist einfach: es gibt keine Unterschiede in dem, was Mädchen und Jungen lernen, aber große Unterschiede in der Art und Weise wie man es ihnen beibringt.

Monoedukativer Unterricht geht besser auf die Bedürfnisse der Jungen ein

Jungen und Mädchen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Eine Erziehung, die personale Unterschiede respektiert, muss dem Rechnung tragen. In der Praxis heißt das, der intuitiv geführte und affektiv orientierte Unterrichtsstil, der meistens den Mädchen entgegenkommt, ist nicht immer vereinbar mit der mehr strukturierten und praktischen Herangehensweise, die Jungen bevorzugen. Monoedukativer Unterricht ermöglicht es den Lehrern, ihren Unterricht den Jungen anzupassen und erleichtert eine ganzheitliche Unterrichtung. In einer koedukativen Schule wählen die Jungen eher die Fächer ab, in denen sie von den Mädchen übertroffen werden.

Vieles deutet darauf hin, dass es in gemischten Klassen zu Diskriminierung entweder von Jungen oder Mädchen kommen kann. Dies ist abhängig vom Thema, dem Geschlecht und der Methodik des Lehrers und der vorherrschenden Kultur an der Schule. Einige Schulen haben damit begonnen, monoedukative Klassen für Englisch und andere geisteswissenschaftliche Fächer einzurichten, um die Leistung der Jungen zu verbessern. Die Pilotstudie, die zeigte, dass sich die Leistungen der Jungen daraufhin verbessert haben, ist als das Cotswold Experiment (13) bekannt geworden.

Monoedukativer Unterricht geht besser auf die Bedürfnisse der Mädchen ein

Monoedukativer Unterricht hat klare Vorteile für Mädchen. Zunächst eröffnen sich für sie mehr Möglichkeiten, Fächer zu belegen, die als untypisch für Mädchen gelten, z. B. Mathematik und Naturwissenschaften. Ebenso haben sie dort die Gelegenheit Führungspositionen einzunehmen. Wenn Mädchen und Jungen in einer Klasse sind, neigen Jungen eher dazu in der Klasse zu dominieren und gleichtalentierte Mädchen zu übergehen.

Auf der emotionalen Ebene kommt es in monoedukativen Klassen zu weniger Druck, vor allem in der Pubertät. In diesem Alter leiden die Mädchen eher unter geringem Selbstvertrauen als Jungen. Es ist schwierig in gemischten Klassen den Mädchen gerecht zu werden, wenn Jungen zu dominant sind und wenn ihnen mehr Aufmerksamkeit, Ermutigung und Zuwendung bei Fehlverhalten geschenkt wird.

Monoedukation unterstützt die Formung der Geschlechterrollen

Der geringe Anteil an männlichen Lehrern in Grundschulen ist in vielen Ländern ein Problem. In den ersten sechs Schuljahren treffen viele Jungen sehr selten auf männliche Lehrer. Da Kinder diejenigen nachahmen, die sie bewundern, ist es vernünftig, sicherzustellen, dass Jungen und Mädchen in ihren Lehrern echte Vorbilder für ihre Geschlechterrolle finden. Das Vorbild für Professionalität, Werte und positives Verhalten ist von höchster Wichtigkeit. Aber es gibt noch andere Aspekte für Vorbildfunktionen, die geschlechtsspezifisch sind. Ein Junge lernt von seinem Vater, was es heißt, ein Mann zu sein. Er wird darin bestärkt, wenn er andere vorbildliche Männer kennen lernt. Dies gilt ebenso für Mädchen und ihre Lehrerinnen.

Monoedukation lässt Mädchen und Jungen ihrem eigenen Tempo gemäß reifen

Mädchen werden früher reif als Jungen, sie benehmen sich besser, sind fleißiger, sensibler und kommen besser in der Erwachsenenwelt zurecht. Deswegen wird oft argumentiert, dass Mädchen einen positiven Einfluss auf Jungen ausüben. Mädchenschulen schaffen eine Umgebung, die nicht nur in sich und aus sich heraus gut ist. Sie schaffen vielmehr durch ihre Neudefinition von Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenarbeit, von Autonomie und Verbundenheit ein Modell, das andere Schulen möglichst nachahmen sollten. Dr. David Riesman, Harvard UniversitätAuch wenn das in manchen Situationen zutreffen mag, so ist das Gegenteil ebenso wahr: Jungen können einen schlechten Einfluss auf Mädchen haben. Wenn pubertierende Jungen und Mädchen zusammen lernen, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Großteil von ihnen von der Arbeit abgelenkt wird.

Monoedukation wird oft kritisiert, weil sie das negative Bild von Männlichkeit verstärkt. Leider kann das auch an gemischten Schulen passieren. Dieses Problem wird nicht dadurch gelöst, dass man Jungen und Mädchen zusammen unterrichtet, sondern dass eine positive Schulkultur geschaffen wird.

Kinder an monoedukativen Schulen werden nicht sozial benachteiligt

Es gibt keinen Beweis dafür, dass Kinder die zu einer koedukativen Schule gegangen sind, im Erwachsenenalter stabilere und erfülltere Beziehungen mit dem anderen Geschlecht eingehen. Die Behauptung, dass Kinder von gemischten Schulen besser auf das Erwachsenenleben vorbereitet sind, scheint sich nicht zu bewahrheiten. Es gibt eine höhere Rate von ungewollten Schwangerschaften (und als Folge davon eine höhere Rate an Schwangerschaftsabbrüchen) bei Mädchen in koedukativen Schulen. Eine Studie konnte zeigen, dass Schüler von monoedukativen Schulen nicht in der Entwicklung ihrer Beziehungen mit dem anderen Geschlecht behindert werden, weder in der Schule noch später im Studium und in der Ausbildung (14).

Koedukation kann die intellektuelle Entwicklung durch die Sozialisierung erschweren. Natürlich kann man dem mit einer positiven Schulkultur und besseren Schulung der Lehrer entgegenwirken. Aber es ist schwierig, die leicht zu beeindruckenden jungen Menschen vor den Bildern einer frühreifen Intimität zu bewahren, wie sie die Medien vorgeben. Da die emotionale und die körperliche Anziehung zunächst auf der Ebene der physischen Nähe zustande kommt, scheint es angebracht, die schulische Welt der Teenager von ihrer sozialen Umwelt in der Freizeit zu trennen. In einer koedukativen weiterführenden Schule können die Grenzen zwischen Freizeit und Schule verwischen. Monoedukative Schulen fördern die Schüler dabei, über andere Dinge nachzudenken „als nur über Hormone“.

Monoedukative Schulen machen es den Eltern leichter

Monoedukative Schulen schaffen für Eltern eine Möglichkeit, die soziale Entwicklung ihrer Kinder besser zu begleiten, besonders in den ersten Jahren. Es wird für sie einfacher, sexuelle Fragen im Einklang mit ihren Überzeugungen zu klären. Natürlich müssen sich die Eltern, die sich für eine monoedukative Schule entscheiden, mehr um die soziale Entwicklung ihrer Kinder kümmern. Sie sollten während der Kindheit viele Möglichkeiten schaffen, bei denen sich Jungen und Mädchen im familiären Umfeld treffen können, lange bevor sie 14 oder 15 sind. Es ist viel zu spät, mit Kindern ein Gespräch über diese Themen anzufangen, wenn sie schon die Hälfte der weiterführenden Schulzeit hinter sich haben.

Ein unbestreitbares Problem für alle Familien ist die Kluft zwischen dem häuslichen Leben und dem sozialen Umfeld der Teenager. Kinder müssen jederzeit das Gefühl haben, dass sie ihre Freunde mit nach Hause bringen können. Koedukative Schulen sind in diesem Bereich nicht sehr hilfreich, weil sie ein soziales Umfeld schaffen, das vollkommen außerhalb der elterlichen Kenntnis und weitgehend außerhalb ihrer Kontrolle liegt. Leider erleidet ein gewisser Prozentsatz der Kinder schweren Schaden, wenn die Jugendkultur vom Familienleben getrennt wird.

Selbst wenn monoedukative Schulen für die Kinder förderlich sind, so fordern sie doch mehr von den Eltern, die ihre Verantwortung wahrnehmen müssen, ihren Kindern dabei zu helfen, reife soziale Fähigkeiten er erlangen. Es ist einfacher für Eltern, die ihre Kinder zu koedukativen Schulen schicken, diese Verantwortung zu umgehen, auch wenn sie diese Aufgabe nicht an irgend jemanden delegieren dürfen. Dass sich Eltern weniger um die Probleme des sozialen Lebens der Teenager kümmern müssen, hat einiges zur Beliebtheit der koedukativen Erziehung beigetragen. Mag auch der Verzicht der Eltern auf ihre Führungsrolle ihr Leben leichter machen, die Kinder leiden unter diesem Versäumnis.

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Anmerkungen

(1) Paul Costa, Antonio Terracciano, & Robert McCrae, „Gender differences in personality traits across cultures: robust and surprising findings,“ Journal of Personality and Social Psychology, volume 81, number 2, pp. 322-331, 2001.
(2) Michael Phillips, Mark Lowe, Joseph T. Lurito, Mario Dzemidzic, and Vincent Matthews. Temporal lobe activation demonstrates sex-based differences during passive listening. Radiology, 220:202-207, 2001
(3) N. Sandstrom, J. Kaufman, S. A. Huettel. Males and females use different distal cues in a virtual environment navigation task. Brain Research: Cognitive Brain Research, 1998, 6:351-360.
(4) María Elena Cordero, Carlos Valenzuela, Rafael Torres, Angel Rodriguez, „Sexual dimorphism in number and proportion of neurons in the human median raphe nucleus,“ Developmental Brain Research, 124:43-52, 2000
(5) John F. Corso, „Age and sex differences in thresholds“, Journal of the Acoustical Society of America, 31:489-507, 1959.
(6) William Kollgore, Mika Oki, and Deborah Yurgelun-Todd. Sex-specific developmental changes in amygdala responses to affective faces. NeuroReport, 2001, 12:427-433
(7) Tracey J. Shores & George Miesegaes. Testosterone in utero and at birth dictates how stressful experience will affect learning in adulthood. Proceedings of the National Academy of Sciences, 99:13955-13960, October 15, 2002)
(8) „Boys and girls perform better at school in single-sex environments“. April 17, 2000
(9) Spielhofer T, O'Donnell L, Benton T, Schagen S, Schagen I. „The Impact of School Size and Single-Sex Education on Performance“: National Foundation for Educational Research. 2002
(10) Marlene Hamilton. Performance levels in science and other subjects for Jamaican adolescents attending single-sex and coeducational high schools, International Science Education, 69(4):535-547, 1985.
(11) Underwood, G., & Underwood, J. (1997). Children's interactions and learning outcomes with interactive books. Paper presented at the CAL (Computer Assisted Learning) Conference, April 2, 1997, at the University of Exeter.
(12) Cornelius Riordan. Girls and Boys in School: together or separate? New York: Teachers College Press, 1990.
(13) Steve Biddulph. „The Cotswold Experiment“. Certified male. 1995.
(14) Neville Bruce and Katherine Sanders, „Incidence and duration of romantic attraction in students progressing from secondary to tertiary education,“ Journal of Biosocial Sciences, volume 33, pages 173-184, 2002.