PC, Laptop und DSL – vom Computerkabinett ins Klassenzimmer
Auch die jüngste, diesmal vom Bundesbildungsministerium in Auftrag gegebene Studie zum Einsatz von PCs im Unterricht bestätigt, was etliche andere Studien der letzten Jahre belegen: Der Computer wird im Unterricht kaum genutzt, nur jeder fünfte Lehrer bricht diese Regel; und viele nutzen ihn weniger als zwei Schulstunden pro Woche. Die Frage nach den Gründen für diesen Zustand verlangt zuvor eine Antwort auf die Frage, welche Vorteile die «digitale Schule» bringen würde; auch hier liegen zahlreiche Studien vor.
von Markus Rüther
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Neue Lernkultur gefordert – Nachhilfeunterricht für Lehrer
Computer und Internet verändern die Schule grundlegend. Der Lehrer wird «vom reinen Wissensvermittler zum Berater und Moderator»; die Gruppenarbeit verbessert sich ebenso wie die höhere Anschaulichkeit des Unterrichts zunimmt und eine stärkere Schülerzentrierung stattfindet, was wiederum zu einer verbesserten Aufmerksamkeit und einer Steigerung von Motivation und Freude am Unterricht führt, während sogar Kompetenzen wie Selbständigkeit und Lesefähigkeit gefördert werden. Dennoch sind die deutschen Schulen, wie die aktuellen Zahlen bestätigen, «von einer grundlegenden Änderung der Lernkultur noch weit entfernt» – und das, obwohl Lehrer wie Schüler die Bedeutung des Computers für die Berufschancen längst erkannt haben.
Der Leiter der vom Bildungsministerium in Auftrag gegebenen Studie sieht die Gründe bei den Lehrern, denen die Kompetenzen bei der Nutzung der in der Regel vorhandenen technischen Ausstattung abgehen. Auch wenn die Schulleiter aufgeschlossen seien, die Belastung mit Verwaltungsaufgaben raube viel Zeit, es mangele ihnen an ausreichender Erfahrung. Und so sind es eher die jüngeren Lehrer, die sich für den PC- oder Laptop-Einsatz im Unterricht stark machen oder Strategien für Internet-basiertes Lernen entwickeln. Die älteren Lehrer benötigen, wie Umfragen zeigen, nach Ansicht der Schüler Nachhilfe im Umgang mit Computer und Internet.
Die Initiative
Achim Berg (Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland und Beiratsvorsitzender der Initiative «IT-Fitness») weist darauf hin, dass IT-Kenntnisse heute in fast jedem Beruf verlangt werden – «egal ob Bäcker, Bauer oder Banker. Deutschland kann es sich nicht leisten, dass unser Nachwuchs bereits in der Schule auf breiter Basis den Anschluss verliert». Die IT-Weiterbildung müsse im Lehrerzimmer anfangen, die sinnvolle Nutzung des Computers gehe mit der Fortbildung der Lehrer einher. Und so stellt die von Microsoft bereits Ende 2006 ins Leben gerufene Initiative «IT-Fitness» Schulen unter anderem Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und bietet Lehrerworkshops an. «Aber auch die Schüler können aktiv werden», wie es in einer Pressemitteilung der Initiative heißt. Mit Hilfe des IT-Fitness-Tests (www.it-fitness.de) können sie ihre Kenntnisse überprüfen sowie kostenlose Online-Schulungen nutzen, «um sich fit für den Umgang mit Computer und Internet zu machen». Das Programm läuft bis 2010. Bis dahin möchte man vier Millionen Menschen in Deutschland für das Projekt gewinnen.
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Links
> Link zum herunterladen einer interessanten Broschüre («Lernen in Notebook-Klassen»): Das Material kann bei «Schulen ans Netz», einer Initiative vom Bundesministerium für Forschung und der Deutschen Telekom, kostenfrei per E-Mail bestellt oder im Internet heruntergeladen werden (E-Mail: itworks@schulen-ans-netz.de; Internet: www.schulen-ans-netz.de/itworks).
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