Kindererziehung macht verheiratete Eltern glücklicher

Kindererziehung macht verheiratete Eltern glücklicher

Machen Ihre Kinder Sie glücklich? Die letzte Ausgabe des Journal of Happiness Studies berichtet von einer Studie der Universität Glasgow (GB) die aussagt, dass Kinder die Beglückung von verheirateten Eltern steigern, ja dass mit wachsender Kinderzahl auch das Glücklich-Sein zunimmt.

von Carolyn Moynihan
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Link zur Studie im Journal of Happiness Studies

Das Glück verheirateter Eltern, wohlgemerkt. Für unverheiratete Paare oder Alleinerziehende hat Kindererziehung wenig oder keine positiven Effekte, wie die Studie von Luis Angeles von der Universität Glasgow belegt. Dr. Angeles führt aus, dass frühere Studien, die keine, oder nur geringe Auswirkungen auf das Glücklich-Sein der Eltern nachweisen konnten, wichtige Variable, wie den Ehestatus, Geschlecht, Alter, Einkommen und Bildungshorizont nicht adäquat berücksichtigt hatten.

Ein Beispiel für eine solche Studie bietet Dr. Nattavudh Powdthavee von der University of York. Der Experte für Ökonomie des Glücks erläutert seine Erkenntnisse in der Empfehlung, dass die allgemein gültige Annahme, dass Kinder glücklich machen, einfach eine trügerische Einbildung von Eltern ist, die im ersten Lächeln ihres Kindes oder seiner Hochzeit eine seltene, aber bedeutsame Erfahrung sehen, die für sie eine starke und dauerhafte sinnliche Glückserfahrung bedeutet. Er fährt fort:

„Wir denken aber in unserem Tagesablauf kaum an solch bewegende Momente, einfach deshalb, weil wir sie nicht täglich erfahren. Eltern müssen hingegen den Bedürfnissen der Kindererziehung viel Zeit widmen: den Problemen in der Schule, der Versorgung, wie Kochen und Waschen, Aufgaben, die alle sehr belastend aber kaum erfüllend sind. Genau solche kleinen, negativen Erfahrungen sind aber geeignet, die täglichen Freuden und die Lebenserfüllung zu beeinträchtigen.“

Natürlich mögen eine Reihe von Leuten Kinder und Familienleben so empfinden, doch sollten Eltern, die sich durch ihre täglichen Pflichten belastet fühlen, einmal darüber nachdenken, ob nicht andere Gründe dahinter stehen, z.B. die Partnerschaftliche Beziehung. Dr. Angeles fand heraus, dass negative Erfahrungen bei der Kindererziehung in der Mehrzahl von Geschiedenen, von Partnern ohne Trauschein oder Alleinerziehenden, die nie verheiratet waren, artikuliert wurden. Diese Leute sagten, dass Kinder das soziale Leben und die Freizeit einschränken.

Doch für Verheiratete aller Altersstufen und besonders für verheiratete Frauen gilt, dass Kinder Lebenserfüllung bedeuten und dass diese Erfüllung mit der Kinderzahl zunimmt, sagt Dr. Angeles. Er resümiert:

„Man ist versucht zu betonen, dass Eltern mit Kindern besser daran sind - wenn die Voraussetzungen stimmen-, ein Paar sich also für die Elternschaft befähigt oder zumindest willens fühlt. Dieses Gefühl, das sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten bei verschiedenen Partnern einstellen kann, kann für sie zu einer starken Motivation werden, die Ehe einzugehen.“

Eine Studie der Universität von Denver/a>Universität von Denver vom April 2009, scheint seine Annahme zu bestätigen. Diese Untersuchung zeigt, dass Paare, die vor der Ehe schon zusammen lebten, nach einer Geburt größere Probleme hatten, als solche, die bis zur Hochzeit getrennt lebten. Ehepaare, die länger verheiratet waren, oder über ein höheres Einkommen verfügten, hatten meist weniger Eheprobleme nach einer Niederkunft, als solche mit geringerem Einkommen und kürzerer Ehedauer. Der Autor warnt davor, das Glück einer Familie kurzsichtig an den Zeiten zu messen, die sich als natürlich schwierig darstellen, wie unmittelbar nach der Geburt eines Kindes.