Einstellungen zu Familie und Erwerbstätigkeit in Europa – Ostdeutschland als Avantgarde der „Moderne“?

Einstellungen zu Familie und Erwerbstätigkeit in Europa – Ostdeutschland als Avantgarde der „Moderne“?

Die Auswertung einer aktuellen Publikation des Forschungsnetzwerks GESIS-ZUMA zu den Einstellungen im Bezug auf Familie und Müttererwerbstätigkeit im europäischen Vergleich fördert interessante Ergebnisse zutage. Besonders bemerkenswert ist die „Sonderrolle“, welche die Ostdeutschen im europäischen Vergleich spielen.

Der vom Bundesfamilienministerium angestrebte „Paradigmenwechsel“ in der Familienpolitik will vor allem „kontinuierliche Erwerbsverläufe“ der Eltern gewährleisten. Die finanziellen Ressourcen der Familienpolitik sollen zugunsten einer flächendeckenden Betreuungsinfrastruktur sowie eines umfassenden „Dienstleistungsangebots“ für Eltern und zu Lasten der finanziellen Familienförderung neu verteilt werden (1). Zu diesem Zweck werden mit der Einführung des als Lohnersatzleistung ausgestalteten Elterngelds und der Verdreifachung der Krippenplätze bis 2013 familienpolitische Leistungen auf erwerbstätige Frauen konzentriert (2). Begründet wird dieser Kurswechsel vom Bundesfamilienministerium mit einer grundsätzlichen Kritik an 50 Jahren deutscher Familienpolitik. Diese sei bei allen Regierungen durch die „Sozialstaatslogik“ und bei den „Konservativen“ zudem durch „ein archaisches Verständnis“ von Familienleben geprägt gewesen (3).

Einstellungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die von der Regierung angestrebte „kontinuierliche“ Erwerbstätigkeit beider Elternteile hängt allerdings nicht allein von institutionellen Rahmenbedingungen, sondern auch von gesellschaftlichen Einstellungen zur Familie und zur Rolle der Frau ab. „Faktisch kann eine bessere Vereinbarkeit aber nur gelingen, wenn die Erwerbstätigkeit von Müttern in der Bevölkerung einen starken Rückhalt hat“, konstatieren Wissenschaftler des Forschungsnetzwerks GESIS-ZUMA in einer aktuellen Studie über die „Einstellungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland und Europa“ (4). Die in den westdeutschen Bundesländern zur Erwerbstätigkeit von Müttern kleiner Kinder verbreiteten Auffassungen werden deshalb von Regierungsberatern scharf kritisiert. So behauptete z. B. Frau Prof. Meier- Gräwe, Mitglied des Kompetenzzentrums Familienleistungen, dass ein „westdeutscher Müttermythos“ (d. h. die Überzeugung, dass kleine Kinder auf die Präsenz und liebevolle Zuwendung ihrer Mütter angewiesen sind) für den „Gebärstreik der Frauen und Zeugungsstreik der Männer“ verantwortlich sei (5).

Die Studie der GESIS-ZUMA-Forscher untersucht nun auf Basis der Daten des Eurobarometers von 2006, wie die Erwerbstätigkeit von Müttern und die Rolle der Frau in der Familie in verschiedenen europäischen Ländern gesehen werden. Damit gibt sie zugleich Auskunft zu der Frage, inwieweit die Einstellungen zu Familie und Beruf in Westdeutschland besonders „traditionell“ oder gar „archaisch“ sind und ob es tatsächlich einen spezifisch „westdeutschen Mütter-Mythos“ gibt.

„Traditionelles“ gegen „modernes“ Rollenverständnis der Frau

Die GESIS- Forscher unterscheiden zwischen einem „traditionellen“ und einem „modernen“ Rollenverständnis der Frau. „Modern“ nennen sie Einstellungen, die die Erwerbstätigkeit von Frauen positiv bewerten und Familie und Frauenerwerbstätigkeit für vereinbar halten. Als „traditionell“ bezeichnen sie Einstellungen, die das klassische männliche Ernährermodell befürworten und die Berufstätigkeit von Frauen und Kindererziehung als unvereinbar ansehen. Als Indikatoren für die Einstellungen zur Vereinbarkeit von Frauenerwerbstätigkeit und Familienleben erfassen die Forscher die Zustimmung zu folgenden Fragen: „Eine berufstätige Mutter kann zu ihrem Kind ein genauso warme und feste Beziehung aufbauen wie eine Mutter, die nicht berufstätig ist.“ „Alles in allem leidet das Familienleben darunter, wenn die Frau Vollzeit arbeitet“ sowie „ein Vorschulkind leidet wahrscheinlich darunter, wenn die Mutter berufstätig ist“ (6).

Der Auffassung, dass „eine berufstätige Mutter zu ihren Kindern eine genauso warme und feste Beziehung aufbauen kann wie eine Mutter, die nicht erwerbstätig ist“ stimmt die Mehrheit der EU-Bürger grundsätzlich zu. Die geringste Zustimmung zeigt sich dabei in Malta (41 Prozent) und die höchste in Ostdeutschland (93 Prozent, 75 Prozent in Westdeutschland). Wird gefragt, ob die Familie darunter leidet, wenn die Frau Vollzeit arbeitet, fallen die Antworten deutlich skeptischer aus. In Ostdeutschland sieht etwa ein Drittel der Befragten (34 Prozent) in der Vollzeiterwerbstätigkeit der Frau ein Problem, während es in Westdeutschland fast drei Viertel (72 Prozent) und in Ungarn sogar 91 Prozent sind. Die Frage nach den Auswirkungen der Müttererwerbstätigkeit auf kleine Kinder zeigt, wo die Europäer die schwerwiegendsten Probleme hinsichtlich der „Vereinbarkeit“ zwischen Beruf und Familie sehen. Eine deutliche Mehrheit (61 Prozent) der Europäer teilt die Überzeugung, dass ein Vorschulkind unter der Berufstätigkeit der Mutter leidet. Am häufigsten wird diese Befürchtung in Ungarn (88 Prozent) gehegt, am seltensten in Ostdeutschland (23 Prozent). In Westdeutschland überwiegen mit 60 Prozent die Skeptiker, was fast genau dem europäischen Durchschnitt entspricht.

Aufschluss über das Familienbild („traditionell“ oder „modern“) geben die Antworten auf die Frage: „Idealerweise sollte die Frau zu Haus bleiben und sich um die Kinder kümmern, während der Mann arbeitet“. Hier fällt vor allem der deutliche Unterschied zwischen den bisherigen EU-Ländern (46%) und den neuen Mitgliedsstaaten (67%) auf. In den neuen EU-Mitgliedsstaaten Tschechische Republik (70%), Estland (73%), Lettland (66%), Polen (66%) und Ungarn (81%) stimmt die große Mehrheit der Befragten dieser Aussage zu. Eine vergleichbar hohe Zustimmung zur „traditionellen“ Rollenverteilung findet sich in Malta (73%), Österreich (67%), Griechenland (64%) und Zypern (61%).

Im Vergleich zu den Befragten in diesen Ländern weisen die Westdeutschen „modernere“ Einstellungen auf und liegen gemeinsam mit Luxemburg, Großbritannien und Irland im Mittelfeld der europäischen Länder. „Fortschrittlichere“ Einstellungen zeigen vor allem Franzosen, Schweden, Belgier, Niederländer und Spanier, die die traditionelle Rollenverteilung überwiegend ablehnen. Bemerkenswert ist, dass die Einstellungen in Spanien „moderner“ sind als in Großbritannien, Deutschland und sogar Finnland. Wie Spanien in Südeuropa, so ist Finnland in Nordeuropa ein Sonderfall. Fast 60 Prozent der Finnen befürworten die traditionelle Arbeitsteilung in der Familie. Dies ist ein höherer Anteil der Befragten als in den südeuropäischen Ländern Portugal (55 Prozent) und Italien (58 Prozent) (7).

Auffallend ist die starke Ablehnung der „traditionellen“ Rollenverteilung in Dänemark und Ostdeutschland. In diesen Regionen stimmen nur 16 bzw. 20 Prozent der Befragten einer traditionellen Rollenverteilung in der Ehe zu. Die GESIS-Forscher kommen deshalb zu dem Schluss, dass die Ostdeutschen „einen besonderen Fall“ darstellen: „Sie lehnen einerseits die Hausfrauenrolle stärker ab als die Westdeutschen und die übrigen Westeuropäer. Andererseits setzen sich die neuen Bundesländer auch ganz klar von den anderen postkommunistischen Ländern ab, die generell relativ stark zur „traditionellen“ Arbeitsteilung neigen. Eine Entwicklung wie in Ostdeutschland hat es in keinem der ehemaligen sozialistischen Nachbarländer gegeben.“ Nach Auffassung der Forscher kann die hohe Zustimmung zur „traditionellen“ Arbeitsteilung in Osteuropa „auch als Gegenreaktion zu dem Zwang zur Erwerbstätigkeit von Frauen und den schwierigen Arbeitsbedingungen verstanden werden, die in vielen sozialistischen Ländern geherrscht haben“. In Ostdeutschland habe dagegen wohl der Wiederaufbau nach dem Krieg eine „besonders konsequente Durchsetzung des sozialistischen Modells“ ermöglicht (8).

„Sonderfall“ Ostdeutschland

Zur konsequenten Durchsetzung dieses Modells in Ostdeutschland gehörte die nahezu vollständige Eingliederung von Frauen und Müttern in den Produktionsprozess. Neben ideologischen hatte dies vor allem praktische Gründe: Aufgrund der Kriegsverluste im Zweiten Weltkrieg und der Abwanderung nach Westdeutschland herrschte in der DDR Mangel an – vor allem männlichen - Arbeitskräften. Auch nach dem Mauerbau blieb die DDR darauf angewiesen, dass die Frauen arbeiteten, denn es herrschte Arbeitskräftemangel – was vor allem an der personalintensiven Unproduktivität der DDR-Wirtschaft und Verwaltung lag (9). Um die ganztägige Erwerbstätigkeit der Mütter zu ermöglichen, wurde ein flächendeckendes System von Kinderkrippen und Horten eingerichtet, in dem die Kinder spätestens ab dem 2. Lebensjahr ganztägig, oft schon ab 6 Uhr morgens, untergebracht wurden (10).

In den 80er Jahren störte das häufige Auftreten von Infekten den Betrieb der Kinderkrippen. Die Psychologin Lieselotte Ahnert wurde beauftragt, die Ursachen für die auffallende Infektanfälligkeit der Krippenkinder zu finden. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Kinder nicht wegen ungenügender Hygiene in den Einrichtungen krank wurden, sondern weil sie sich nicht wohl fühlten und keine sicheren Bindungen zu den fremden Betreuern aufbauen konnten (11). Schon in den 60er Jahren hatte der Kinderpsychologe Prof. Matejcek in der damaligen Tschechoslowakei vergleichbare Erkenntnisse aus der Beobachtung von Kindern in Säuglingsheimen und Krippen gewonnen. Er folgerte daraus, dass eine „tiefe und dauerhafte emotionale Bindung zwischen dem Kind und seinen Erziehern, d. h. den Bezugspersonen“ grundlegend für ein gesundes Aufwachsen ist (12). Von solchen Erkenntnissen der Bindungsforschung, wie sie insbesondere der Brite John Bowlby vertrat, wollte in der DDR niemand etwas wissen. Dies habe man als eine „reaktionäre Theorie“ angesehen, „die gegen die Emanzipation der Frau gerichtet war und den Müttern suggerierte: Bleibt zu Hause bei Herd und Kind«, erinnert sich Lieselotte Ahnert (13).

In den neuen Bundesländern gilt die flächendeckende Versorgung mit Kinderkrippen- und Horten bis heute als eine unbestreitbare Errungenschaft der DDR. Nach der Wiedervereinigung blieb deshalb die flächendeckende institutionelle Kinderbetreuung weitgehend erhalten. Einrichtungen wurden allenfalls wegen fehlender Kinder geschlossen oder verkleinert. Der Zeithistoriker Klaus Schroeder weist darauf hin, dass diese Einrichtungen keineswegs nur von erwerbstätigen Frauen geschätzt werden: „In Ostdeutschland möchten selbst arbeitslose Eltern ihre Kinder möglichst lange in Betreuungseinrichtungen unterbringen – auch dies ein Erbe der DDR“ (14). Eine Studie der OECD testierte 2004 Ostdeutschland „die weltweit beste Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen“ (15).

Welche Zukunft hat die Familie?

Mit der vom Bundesfamilienministerium vorangetriebenen „Krippenoffensive“ sollen bis 2013 500.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden. Damit wird für Westdeutschland eine Versorgung mit institutioneller Kinderbetreuung angestrebt, die das in Ostdeutschland übliche Niveau erreicht oder sogar übertrifft (16). In den Medien und in der Presse hat die Bundesfamilienministerin für ihre Pläne viel Zustimmung gefunden. Mit der „Krippenoffensive“ finde Westdeutschland endlich Anschluss an die familienpolitisch „modernen“ Länder Europas lautete der Tenor. Denn bisher sei – so Peter Richter in der FAZ - der "mittelalterliche Westen" die familienpolitisch rückständigste Region Europas“ gewesen (17). Dass Ostdeutschland die familienpolitisch „modernste“ Region Europas ist (18), zeigt die Analyse der GESIS-Forscher. Zugleich belegt sie, dass die Mehrheit der Europäer hinsichtlich der Vereinbarkeit von Kindererziehung und Müttererwerbstätigkeit sowie der Rollenverteilung in der Familie ähnlich „mittelalterlich“ denkt wie die Westdeutschen. Offen bleibt die Frage, ob nun wie die Westdeutschen, sich auch die anderen „rückständigen“ Länder in Europa hinsichtlich der Kinderbetreuung am Vorbild des „fortschrittlichen“ Ostdeutschland orientieren werden.

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Anmerkungen

(1) Vgl. Stefan Fuchs: Der politische Kampf gegen die „traditionelle“ Familie und die Erziehungsverantwortung der Eltern.
(2) Vgl.: H. Birg (Projektleitung)/E.-J. Flöthmann/A. Fuhrmann/M. Genz/R. Loos/S. Pilk: Frauenerwerbsquote und Fertilität in Deutschland – Regionalanalyse der 439 Land- und Stadtkreise, Bielfeld 2007, S. 9.
(3) Vgl.: Stefan Fuchs: Der politische Kampf gegen die „traditionelle“ Familie und die Erziehungsverantwortung der Eltern, sowie ders.: Unterstützung der Familien oder Betreuung durch den Staat (1).
(4) Vgl.: Angelika Scheuer/Jörg Dittmann: Berufstätigkeit von Müttern bleibt kontrovers. Einstellungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland und Europa, in: Informationsdienst Soziale Indikatoren, Ausgabe 38, Juli 2007, S. 2.
(5) Vgl.: Stefan Fuchs: Der politische Kampf gegen die traditionelle Familie und die Erziehungsverantwortung der Eltern. In diesem Zusammenhang wird heute von Politikern und ihren wissenschaftlichen Beratern behauptet, zwischen der Geburtenrate eines Landes und der Frauenerwerbsquote bestehe ein positiver Zusammenhang, so dass eine Anhebung der niedrigen Geburtenrate in Deutschland durch eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote erreicht werden könne. Nach Auskunft von Prof. Birg wird dieser „Mythos“ durch seine regionaldemographische Analyse deutscher Land- und Stadtkreise widerlegt. Vgl.: Vgl.: H. Birg (Projektleitung)/E.-J. Flöthmann/A. Fuhrmann/M. Genz/R. Loos/S. Pilk: Frauenerwerbsquote und Fertilität in Deutschland – Regionalanalyse der 439 Land- und Stadtkreise, Bielfeld 2007, S. 9.
(6) Vgl.: Angelika Scheuer/Jörg Dittmann: Berufstätigkeit von Müttern bleibt kontrovers. Einstellungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland und Europa, in: Informationsdienst Soziale Indikatoren, Ausgabe 38, Juli 2007, S. 2.
(7) Vgl. ebd., S. 2.
(8) Vgl. ebd., S. 3-4.
(9) Frank Pergande: „Um 6 Uhr in die Einrichtung. Kann die DDR tatsächlich ein Vorbild für die Kinderbetreuung sein?“ in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.2.2007, Nr. 41.
(10) Vgl. ebd.
(11) Vgl. ebd.
(12) Vgl.: Zdenek Matejek: Neue Erkenntnisse der Bindungsforschung. Prager Langfriststudien, S. 90-102, in: Deutsche Liga für das Kind (Hrsg.): Neue Erkenntnisse der Bindungsforschung, Berlin 1996, S. 93. Aus den Erkenntnissen von Prof. Matejek wurden in der Tschechoslowakei politische Konsequenzen gezogen: So wurde unter anderem ein Erziehungsgeld bei Garantie des Arbeitsplatzes bis zu drei Jahren eingeführt. Siehe hierzu: Burghard Behncke: Der sich beschleunigende Kreislauf zwischen Kleinkindsozialisation in Kinderkrippen und gegenwärtigen Tendenzen in Wirtschaft und Gesellschaft, in: „Psyche - Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen“, Stuttgart März 2006, 60. Jahrgang, S. 237 – 252.
(13) Vgl.: Jeannette Otto: Alles eine Frage der Bindung, in: DIE ZEIT vom 20.9.2007, Nr. 39, S. 2.
(14) Vgl. ebd., S. 418.
(15) Vgl.: Klaus Schroeder: Die veränderte Republik. Deutschland nach der Wiedervereinigung, in: Peter März/Klaus Schoeder (Hrsg.) Studien zu Politik und Geschichte, Band 4, München 2006, S. 427.
(16) Vgl. Stefan Fuchs: Unterstützung der Familie oder Betreuung durch den Staat (2).
(17) Vgl. Stefan Fuchs: Der Kampf gegen die traditionelle Familie und die Erziehungsverantwortung der Eltern.
(18) Mit Ausnahme des kleinen Landes Dänemark.

Detailliertere Fragen

In der Studie des Forschungsnetzwerks GESIS-ZUMA über die „Einstellungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland und Europa“ gefällt mir die Frage, „kann eine berufstätige Mutter zu ihrem Kind ein genauso warme und feste Beziehung aufbauen wie eine Mutter, die nicht berufstätig ist“ mit ihrem Bezug zur emotionalen Qualität der Beziehung durch das Wort „warm“ sehr gut. Ich hätte mir aber gewünscht, dass bei dieser Frage nach dem Alter des Kindes differenziert wird, also danach, ob eine berufstätige Mutter zu ihrem Kind ein genauso warme und feste Beziehung aufbauen kann wie eine Mutter, die nicht berufstätig ist bezogen auf das erste Lebensjahr des Kindes, bezogen auf die ersten beiden Lebensjahre des Kindes und bezogen auf die ersten drei Lebensjahre des Kindes. Dies wäre insbesondere im Hinblick auf den geplanten Krippenausbau von großer Bedeutung.