Rezension: Girls On The Edge (Mädchen am Limit)

Rezension: Girls On The Edge (Mädchen am Limit)

Leonard Sax erläutert in seinem neuesten Buch, was Mädchen in die Krise treibt. Als Leonard Sax, Arzt, Psychologe und einer der Verfechter getrennt geschlechtlicher Erziehung, im Jahr 2005 sein Buch mit dem Titel "Boys Adrift, (Jungen im Abseits)" herausbrachte, waren viele überzeugt, dass Jungen einfach schwerer erziehbar und schlechter sozialisierbar sind. Die Mädchen machen ihre Sache gut, so sagten die Leute, mit Blick auf deren schulische Leistungen, aber die Jungen haben große Probleme. Mit seinen 15 Jahren Erfahrung als praktischer Arzt ist Sax überzeugt, dass diese Meinung falsch ist. Sicher sind Mädchen oft ehrgeizig und strebsam, doch offenbaren sie dabei vielfach Züge von Besessenheit, die in sich ebenso schlecht sind, wie der Rückzug der Jungen in ihr Zimmer bei Baller-Spielen und Porno-Konsum.

Männer in Kitas

Männer in Kitas

Die offenkundige Jungenbenachteiligung zeigt erste Konsequenzen: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet langfristig angelegte Maßnahmen, um mehr Männer für die Arbeit in Kindertagesstätten zu gewinnen. Fachlich begleitet wird dieses Vorhaben von der eigens dafür eingerichteten Koordinationsstelle "Männer in Kitas". Es bleibt zu hoffen, dass es nicht die einzige Konsequenz aus der offenkundigen Benachteiligung der Jungen in unserem Bildungssystem bleibt.

„Ungefrühstückt“ in die Schule

„Ungefrühstückt“ in die Schule

Kurz vor Wiederbeginn der Schule nach den Sommerferien schreckt das Ergebnis einer Befragung des Forsa-Instituts im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) Eltern und Lehrer auf: Jedes siebte Kind hat noch nicht gefrühstückt, wenn es morgens in den Unterricht kommt.

Spielzeug, Schnickschnack und das Recht auf Langeweile

Spielzeug, Schnickschnack und das Recht auf Langeweile

Ich sah es nicht zum ersten Mal: vor ein paar Tagen überholte uns ein anderes Auto, am Steuer eine Frau, ein Kleinkind auf der Rückbank im Kindersitz – nichts Ungewöhnliches, bis auf die Augen des Kindes, die den Bildschirm mit den Cartoons fixierten, der an der Rückseite des Fahrersitzes angebracht war.

Babys

Babys

Vier Neugeborene aus vier unterschiedlichen Kulturkreisen: Ponijao aus Namibia, Bayar aus der Mongolei, Mari aus Japan und Hattie aus den Vereinigten Staaten stehen im Mittelpunkt des Dokumentarfilmes „Babys“ von Thomas Balmès. Der französische Regisseur, selbst Vater von drei Kindern, begleitet sie etwa ein Jahr lang, von der teilweise schweren Geburt bis zu den ersten Schritten der neuen Erdbewohner.

Zur Frage des Bedarfs an U3-Betreuungsplätzen

Zur Frage des Bedarfs an U3-Betreuungsplätzen

Von Politikern unterschiedlichster Richtungen wird - quasi als große Koalition - immer neu verkündet, die Ganztagsbetreuung sei der ‚Königsweg' zu einem stattlicheren Kindersegen. Parallel dazu wird suggeriert, dass damit auch die besten Bildungs-Chancen für den Nachwuchs verbunden wären. Oft wird diese Stoßrichtung durch Frauenverbände und in die Erwerbstätigkeit strömen wollende Frauen unterstützt.

Inception

Inception

Mehr als ein Jahrzehnt ist es her, dass mit „Matrix“ (1999) die Wachowski-Brüder einen Spielfilm schufen, der wie kaum ein anderer zuvor Action- und Thesenkino miteinander verknüpfte. Denn der Film von Andy und Lana (Larry) Wachowski kleidete die Frage nach der Realität dessen, was wir Wirklichkeit nennen, in ein modernes Gewand. „Matrix“ ließ sehr unterschiedliche Lesarten zu, weil handfeste Action und intellektueller Unterbau nicht nur das auf den ersten Blick instabile Gleichgewicht hielten, sondern darüber hinaus eine echte innere Einheit eingingen. „Matrix“ zeichnete sich insbesondere durch den ständigen Wechsel zwischen der realen und der alternativen Welt einer als „Matrix“ bezeichneten Computersimulation aus.

Neuen Medien, neue Kultur. Wie Mobiltelefon und Internet Beziehungen und Bildung bestimmen

Neuen Medien, neue Kultur. Wie Mobiltelefon und Internet Beziehungen und Bildung bestimmen

Ich beschäftige mich seit Jahren mit den Neuen Medien und ihrem Einfluss auf Sprache, Beziehungskultur und Meinungsbildung. Ich glaube, dabei einige Probleme identifiziert zu haben, die für die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, Folgen zeitigen.

Toy Story 3

Toy Story 3

Mit „Toy Story“ begann vor fünfzehn Jahren eine der innovativsten Entwicklungen in der neueren Filmgeschichte. Als John Lasseter 1995 beim ersten Langspielfilm der Animationsschmiede „Pixar“ Regie führte, wurde „Toy Story“ der erste vollständig computeranimierte Spielfilm. Damit leitete John Lasseters Film die Geburt des im Unterschied zum zweidimensionalen Zeichentrickfilm von Anfang an dreidimensional angelegten Animationsfilms ein.

... Vater sein dagegen sehr?

... Vater sein dagegen sehr?

Vor einiger Zeit traf ich auf einem größeren Familienfest eine Kusine, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Unsere Wege kreuzen sich aus beruflichen und anderen Gründen nur selten; noch seltener aber treffen wir im Familienkreis mit Kindern zusammen. Daher hatte sie meine Söhne, die nun schon fast alle erwachsen sind, zuletzt vor etlichen Jahren gesehen. Zu vorgerückter Stunde setzte sich meine Kusine mit erkennbarem Mitteilungsbedürfnis neben meine Frau und mich. Den ganzen Abend über habe sie unsere Söhne beobachtet, wie sie sich verhielten und mit den vielen Verwandten und vor allem untereinander austauschten. Das habe ihr sehr gut gefallen, es sei schön zu sehen, wie sie geworden seien. Da hätten wir doch wirklich alles richtig gemacht...